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15 Fragen und Antworten: Was der Gentleman über Zigarren wissen sollte

Zigarren - Fragen & Antworten

Es ist ein Hauch von Luxus, der exzellenten Tabakgenuss verspricht. Zigaretten gleichen eher den Quickies für die breite Masse im alltäglichen Milieu. Zigarren zelebrieren das Aroma und gleichen einem Bekenntnis zum gehobenen Lebensstil.

Das Rauchen wird für sich inszeniert und bekommt eine andere Wertigkeit. Und: Zigarren liegen im Trend. Immer mehr Hollywoodstars und deutsche Promis paffen den Paparazzi genussvoll ins Gesicht. Damit diese Show gelingt und „Mann“ sich nicht als Banause entlarvt, sollten die Basics bekannt sein.

Welche Zigarren sind für Anfänger geeignet?

Anschaulich ist ein wenig Ursprungsforschung: Ein Jäger verkaufte dem Teufel die Schrotladung aus einer Flinte als genüsslichen Paff aus der Pfeife, was den Ausspruch provozierte: Harter Tobak! Quintessenz: Einsteiger sollten sich von starken Tabaksorten distanzieren und milde Zigarren vorziehen. Zu diesen zählen zum Beispiel Leonel, The Griffins und Vegafina aus der Dominikanischen Republik, die generell für leichte Zigarrenaromen bekannt ist.

Wie muss man eine Zigarre anschneiden?

Der Experte unterscheidet zwischen Kopf und Fuß der Zigarre. Während die Partie zum Anzünden bei den meisten Zigarren vorbereitet ist, muss der Zigarrenkopf, also das Mundstück, frisiert werden. Mit einem Cutter werden bis zu 2 Millimeter von der Spitze entfernt, was bei durchschnittlicher Qualität zum Ablösen der Deckblätter führen kann. Deshalb bevorzugen einige Zigarrenraucher einen Bohrer, der den Kopf der Zigarre mit einem Loch versieht.

Welche Seite der Zigarre muss man anzünden?

Einfach Streichholz dran und los geht’s! Wer so handelt, macht sich keine Freunde. Weder Benzin noch Schwefel ist förderlich für das exklusive Aroma. Deshalb gehört ein Zigarrenfeuerzeug auf die Einkaufsliste. Bevor der würzige Rauch aufsteigen darf, wird die Zigarre erwärmt und der Fuß anschließend zum Glühen gebracht. Erst dann kommt der Gentleman zum Zuge.

Wie weit kann man eine Zigarre rauchen?

Zum Ende hin kann das Aroma sehr scharf und es an Mund heiß werden. Es spricht dennoch nichts dagegen, die Zigarre bis auf die letzten Millimeter zu genießen. Wer seinen luxuriösen Lifestyle unterstreichen möchte, trennt sich etwas früher von dem kostbaren Aroma. Schließlich warten reichlich Genüsse im Humidor.

Wie wird eine Zigarre ausgemacht?

Wer eine Zigarre ausdrückt, outet sich als Amateur. Das gute Stück wird abgelegt und sich selbst überlassen. Durch ihre Beschaffenheit gehen Zigarren aus, wenn nicht daran gezogen wird.

Wie lange kann man Zigarren lagern?

Im Gegensatz zu Zigaretten benötigen die Tabakwaren liebevolle Zuwendung. Auch in Geschäften kann es daran mangeln. Deshalb sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, dass sich keine Risse im Umblatt gebildet haben. Auf die Dauer der Lagerung kommt es dabei weniger an als auf die optimale Versorgung mit Feuchtigkeit. Nur so halten sich die Aromen der Zigarre und entfalten sich beim Rauchen. Negative Erfahrungen von Laien resultieren häufig daraus, dass an einem ausgetrockneten Exemplar gezogen wurde. Deshalb ist es keine gute Idee, Männern mit einer Schwäche fürs Rauchen eine Zigarre der gehobenen Preisliga zu schenken.

Was ist ein Humidor?

Daran schließt sich der nächste Bedarf an. Wenn die ergatterten Tabakspezialitäten nicht gleich aufgebraucht werden, ist ein Humidor unverzichtbar. In diesem werden Zigarren schonend aufbewahrt, damit sich der exklusive Geschmack nicht verflüchtigt oder teure Exemplare unbrauchbar werden. Auf dem Markt finden sich verschiedenste Modelle, die von einfachen Einsteigervarianten bis hin zum Luxusmöbelstück reichen.

Welche Zigarren sind die besten?

Sicher ist dies eine Frage des individuellen Geschmacks. Allerdings steht die Cohiba Zigarre hoch im Kurs. Dieser Markenname geht auf die Taino Indianer zurück, dessen Rauchgewohnheiten schon von Columbus skizziert wurden. Das Aroma ergibt sich aus erstklassigem Tabak von ausgewählten Farmen, einem speziellen Verfahren bei der Fermentation und der Perfektion beim Rollen.

Woher kommen die besten Zigarren?

Sicher tippen viele Laien auf Kuba, was sicher nicht falsch ist. Dennoch lässt sich die Einstufung nicht pauschalisieren. In vielen Online-Shops wie z.B. hier gesehen, werden deshalb aus verschiedenen Regionen der Welt Zigarren angeboten.

Tabak ist durch seine Stärke und spezifischen Aromen charakterisiert. Was dem einen mundet, ist dem anderen zu leicht oder zu süßlich. Was die pflanzliche Basis angeht, sind diese Länder qualitativ führend:

  • Brasilien
  • Dominikanische Republik
  • Kuba
  • Sumatra

Welche Tabaksorte ist zum Whiskey zu empfehlen?

Wieder gibt es keine Chance für ein Patentrezept. Logisch: Zwei Aromen kombinieren sich bei diesem entspannenden Duo. Wichtig ist, dass sich die Charakteristiken der Zigarre und der Spirituose gleichermaßen entfalten können. Zu einem milden Whiskey passt zum Beispiel eine Romeo & Julieta. Rauchige Spirituosen paaren sich gerne mit einer Montecristo.

Was sollte bei der Wahl der Tabaksorte beachtet werden?

Die Sorte trägt maßgeblich zum Geschmack bei. Indonesischer Tabak, Java Besuki, ist recht hell beschaffen. Dunkelroter Tabak aus Havanna ist durch reichlich Nikotin und Würze charakterisiert. Dunkler Brasil ist ebenso würzig, aber eine Spur leichter.

Welche Zigarre passt zu mir?

Die Tabaksorte liefert schon Hinweise darauf, welche Zigarre mit dem Geschmack harmoniert. Eben dieser ist auch dafür ausschlaggebend, welche Zigarre zur Persönlichkeit passt. Wer auf reduzierte, klare Genüsse wert legt, hat an kräftigen und würzigen Sorten seine Freude. Wer auch bei kulinarischen Spezialitäten das Zusammenspiel von Aromen liebt, wird von nussigen oder cremigen Nuancen begeistert sein.

Welche Zigarren bevorzugten oder rauchen Promis?

  • Rudi Assauer: Davidoff Grand Cru No.3
  • Arnold Schwarzenegger: Cohiba
  • J.F. Kennedy: Upmann
  • Tom Jones: Montechristo
  • Hannibal Smith: Villiger Braniff No. 3
  • Panzerknacker: Havanna

Welche weiteren Berühmtheiten liebten Zigarren?

  • Al Capone
  • Franz Josef Strauß
  • Karl Marx
  • Marlene Ditrich
  • Oscar Wilde
  • Winston Churchill

Wie schädlich ist Zigarren rauchen?

Gerüchte legen nahe, Zigarren rauchen sei weniger schädlich als der Griff zur Zigarette. Allerdings dient Nikotinkonsum in keiner Form der Gesundheit. Häufig wird das Rauchen von Zigarren mit einem besonderen Anlass verbunden. Dieser punktuelle Konsum ist tendenziell weniger schädlich als eine Kettenreaktion von Glimmstengeln. Beim Paffen von Zigarren entfalten sich die Giftstoffe in der Mundhöhle und können dort erheblichen Schaden anrichten.

Zigaretten attackieren wegen der verbreiteten Rauchpraxis mehr die Lunge. Der Nikotingehalt einer Zigarre (bis zu 400 mg) stellt den von einer Zigarette (circa 8 mg) absolut in den Schatten. Hingegen warten die meisten Zigarettenmarken mit zahlreichen Zusatzstoffen auf, die sehr umstritten sind.


Bildnachweis: Thinkstock / iStock / Shaiith

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