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Abstinenz ist Ehrensache: private PC-Nutzung am Arbeitsplatz

Arbeitsplatz Browsergames

Nicht jeden Tag treffen Angestellte voller Elan am Arbeitsplatz im Büro ein. Gerade bei unliebsamen Routineaufgaben kommt Langeweile auf, was schnell der Disziplin im Wege steht.

Da ist die Allgegenwart des Internets mit kurzweiligen Browsergames verführerisch, denn viele Spiele sind perfekt auf den Berufsalltag abgestimmt und so wurden laut einem Artikel auf Focus.de im ersten Halbjahr 2013 bereits mehr als 156 Millionen Euro “in die Kassen der Online-Spieleanbieter gespült”.

Einzelne Levels lassen sich blitzschnell abschließen oder in mehreren Etappen bewältigen. So ist die Gefahr gering, dass die private Mission auf Unternehmenskosten auffliegt. Doch was passiert, wenn der Arbeitgeber von den Spielereien dennoch etwas mitbekommt?

Unterschätzte Gefahren – Arbeitnehmer können für Schäden haften

Dass die Begeisterung nicht groß ist, sollte logisch sein. Zudem ist die Gesetzeslage eindeutig. Wenn keine ausdrückliche Erlaubnis erteilt wurde, ist generell die private Nutzung des Firmen-PCs untersagt. Dies schließt auch scheinbare Kleinigkeiten wie das Online-Spiel, der Download einer persönlichen Datei oder das Checken des eigenen Email-Accounts ein. Derartige Regelungen sind nicht so engstirnig, wie es scheint.

Wenn es um ein bedeutendes Netzwerk oder einen Arbeitsbereich mit sensiblen Daten geht, muss jedes unnötige Risiko in Sachen Viren oder Systemausfall vermieden werden. Schneller als Laien denken, kann eine infizierte Datei den Schaden im fünfstelligen oder sechsstelligen Bereich ansiedeln.

Es ist übrigens juristisch völlig korrekt, wenn die Kosten dem unachtsamen Arbeitnehmer in Rechnung gestellt werden. Dies gilt nicht nur unternehmensintern, sondern auch für eventuelle Komplikationen bei betroffenen Kooperationspartnern des Arbeitgebers.

Teures Vergnügen

Selbst wenn katastrophale Konsequenzen wie diese nicht zu befürchten sind, ist der Verzicht auf die Eskapaden eine Ehrensache. Arbeitszeit lässt sich schließlich in baren Münzen aufrechnen. Schnell verstreicht über den Tag eine halbe Stunde, wenn hier und da ein Level abgeschlossen wird.

Auch bei einem wenig spektakulären Gehalt summiert sich der Spaß flink auf mehrere Euros. Sind gleich mehrere Mitarbeiter eifrig mit Browsergames dabei, kommt ein beträchtlicher Verlustposten zusammen. Es genügt ein wenig Fantasie, um die Empörung des Chefs zu verstehen.

Man stelle sich vor: Ein Handwerker kommt ins Haus, zückt zwischenzeitlich immer wieder das Smartphone für eine Runde Tetris und stellt am Ende des Tages die Dienstleistung inklusive des erreichten Highscores in Rechnung. Die Begeisterung hält sich in Grenzen, stimmt’s?

Vital in den Feierabend

Wer einen gnädigen Boss hat, der die vergnügliche Nutzung des PCs bei überzeugender Arbeitsleistung erlaubt, sollte die virtuellen Spielereien dennoch überdenken. Nicht ohne Grund schreibt der Gesundheitsschutz regelmäßige Bildschirmpausen vor. Was hilft das erstklassige Ranking, wenn dabei die Vitalität für die eigentliche Freizeit flöten geht?


Bildnachweis: Thinkstock / iStock / BartekSzewczyk

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