Fashion & Style

Accessoires für Männer: Endlich Mut zum Hut!

Herrenhüte

Kleider machen Leute. Hüte aus dem Kerl einen Edelmann. Dieser modischen Philosophie hätten sich bis vor wenigen Jahrzehnten alle stilbewussten Herren angeschlossen.

Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Selbst geachtete Vorbilder wie John F. Kennedy präsentierte sich im legeren Textil-Ensemble ohne standesgemäßen Abschluss fürs Oberstübchen.

Schick ohne Hut

Was damals revolutionär erschien und heiße Diskussionen provozierte, ist heute der Standard. Legen sich Männer ein neues Outfit zu, kommt das passende Finish on the Top gar nicht erst in den Sinn.

Dabei präsentieren sich angesagte Models oder Stars der Film- und Musikszene auffallend häufig mit Kopfbedeckung. Die stilistischen Trends der Saison werden bereitwillig aufgenommen, die Message in Sachen Männerhüte wird ignoriert.

Woran liegt es? Hinderlich ist die Umkehrung der Tatsachen. Was einst zum gepflegten Standard zählte, gleicht heute einem Statement. Wagen Männer dennoch das Experiment mit dem Hut, ist das Feedback nicht selten vernichtend. Dies liegt weniger an einer generellen Hutphobie. Vielmehr wird mangels Sachkenntnis zum falschen Exemplar gegriffen.

Typen und Hutformen

Nur der Zylinder ist passend zum Frack mit Einstecktuch. An dieser singulären Kooperation hat sich bis dato nichts geändert.

Alle weiteren Hutformen lassen sich flexibel kombinieren, da auch extravagante Stilbrüche salonfähig sind. Die Entscheidung für ein Modell ist eher eine Frage des Typs, da das Design am Charakter des Trägers anknüpft.

Aus den 30ern stammt der eher flach gearbeitete Bogart, der sehr elegant wirkt. Wer sich nicht als Gentleman versteht, hat mit dieser Kopfbedeckung eher weniger am Hut. Die verwegene Fedora erkennt „Mann“ an der geknickten Krone und seitlichen Kniffen an der Vorderseite.

Es ist gewiss kein Zufall, dass sich gerade Typen wie Johnny Depp zu diesem Stil bekennen. Der eher flach und rund gehaltene Pork Pie unterstreicht das Trendbewusstsein und wirkt ausgesprochen jung. An diesem Statement knüpft der sportlich kompakte Trilby an, der an der Front leicht nach unten weist.

Nicht nur Herrenhüte setzen ein Zeichen. Die Gatsby Kappe ist durch einen Roman von 1925 berühmt geworden. Lange Zeit favorisierten Lausbuben, Zeitungsjungen und junge Männer diese Schirmmützen. Entsprechend frech und unkompliziert präsentiert sich das Design heute.

Die Baskenmütze orientiert sich hingegen am Barett und hat etwas Kämpferisches. Während der deutschen Besatzung war sie im Elsass ein Symbol des Widerstands. Entsprechend beliebt ist das Accessoire gegenwärtig bei Individualisten, Intellektuellen und Künstlern.

Exakte Größe, optimale Form

Jeder noch so adrette Hut wirkt komisch, wenn er nicht zum Kopf passt. Versinkt der krönende Abschluss im Gesicht, wirkt dies merkwürdig. Gleiches gilt für eine kneifende Variante, die sich fern der Ohren verhakt. Nicht zuletzt spielt die Gesichtsform und Statue eine Rolle.

Exemplarisch: Beim stattlichen Kerl kommt ein zierliches Modell auf dem Haupt nicht infrage. Von einer betont hohen Krempe wird das schmale und lange Gesicht unglücklich überbetont.

Bedeckte Erstauflage für den Urlaub

Wer schon lange dem Styling die Krone aufsetzen möchte, lässt sich fürs Debüt kompetent beraten und wagt den ersten Versuch im Urlaub. Ein Strohhut ist nicht nur schicker als die diskussionswürdige Kappe vom Reisebüro.

Das leichte Material belüftet zugleich die Schaltzentrale. Mit einem robusten und unempfindlichen Lederhut bereitet die herbstliche Nordseebrise auch bei Nieselregen Spaß. Wie wär’s? Zeigen Sie Mut zum Hut!

Bildquelle der Hüte: hutx.de | Bildnachweis: Titelbild / Thinkstock / feedough

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