Uhren

Audemars Piguet: Tradition in exzellenter Uhrmacherkunst

no-image

Als die Jugendfreunde Jules-Louis Audemars und Edward-Auguste 1875 ihre Ausbildungen im Uhrmachergewerbe gerade beendet hatten, werden sie nicht daran gedacht haben Geschichte zu schreiben. Doch ihr mutiger Schritt, beide waren Anfang 20, in den Privaträumen künftig eigene Uhren zu bauen wurde mit Ruhm und Anerkennung belohnt. Auch fast 140 Jahre später zählt Audemars Piguet zur absoluten Spitze der Haute Horlogerie. Und Audemars Piguet ist die älteste Manufaktur, die noch immer im Familienbesitz ist.

Audemars Piguet Uhren

Während viele Traditionshäuser veräußert wurden, behielt die Familie das Erbe in eigenen Händen. Mit Jasmine Audemars steht heute die Urenkelin einer der Firmengründer an der Spitze des Verwaltungsrates. Bis heute hat das Unternehmen seinen Sitz in Le Brassus im Schweizer Juragebirge. So beständig die Firmenhistorie ist, so spektakulär waren die Erfolge, die sich schon bald nach der Gründung einstellten.

Uhren von Audemars Piguet sorgten Ende des 19. Jahrhunderts regelrecht für Furore. Von Beginn an konzentrierten sich die beiden Gründer darauf komplizierte Uhren mit zusätzlichen Funktionen herzustellen. Zu Beginn sind es, wie damals üblich, überwiegend Taschenuhren. Doch noch ehe die Armbanduhr ihren Erfolgsweg einschlägt, verblüffen die innovativen Tüftler und guten Geschäftsmänner Audemars und Piguet bereits mit einem besonders schwer zu bauenden Modell.

1891 stellen sie das weltweit kleinste Uhrwerk mit Minutenrepetition vor, ein Jahr später ist diese Komplikation dann erstmals am Handgelenk tragbar. Ihre Ehrenmedaille von der Pariser Weltausstellung liegt da bereits seit zwei Jahren in der Vitrine. Doch auch nach dem Tod der Gründerväter (1918 / 1919) bleibt Audemars Piguet auf der Erfolgsspur. Weltberühmte Juweliere wie Van Cleef & Arples oder Tiffanys werden Kunde und verkaufen eigene Modelle mit Uhrwerken von Audemars Piguet.

Doch die ganz große Zeit soll erst noch kommen. Spätestens mit der Royal Oak steigt das Schweizer Familienunternehmen in den Olymp der Uhrmacher auf. Heute tragen weltweit Ästeten mit Sinn für exzellente Technik und präzises Handwerk Uhren aus dem Hause Audemars Piguet. Sie zählen zu den Uhren mit den höchsten Verkaufserlösen bei Auktionen überhaupt.

Sportlich und elegant ist kein Widerspruch

Die Superstars Michael Schumacher, Lionel Messi, LeBron James und Novak Djokovic sind in ihren jeweiligen Sportarten das Maß aller Dinge. Wenn sie über die roten Teppiche laufen ist ihnen allen ein Begleiter immer treu: Ihre Uhr made by Audemars Piguet. Für Michael Schumacher, den siebenmaligen Formel 1-Weltmeister, brachte Audemars Piguet 2012 sogar eine eigene Kollektion mit insgesamt 1600 Exemplaren, verteilt auf drei Modelle, heraus.

Eine ähnliche Ehre gab es zuvor für Rennfahrer Juan Pablo Montoya. Arnold Schwarzenegger trug bereits mehrfach eine Audemars Piguet in seinen Filmen, zuletzt bei Terminator 3, und bei der Segelregatta America’s Cup sponserte die Uhrenmanufaktur das zweifach erfolgreiche Alinghi-Team. Extrem erfolgreiche Menschen, die wissen, wie wertvoll und unersetzbar Technik mit allerhöchstem Anspruch ist, entscheiden sich regelmäßig für ein Modell von Audemars Piguet. Insgesamt fünf Herren-Kollektionen sowie zwei für Damen stehen zur Auswahl. Wobei die Hochwertigkeit der Uhren bedingt, dass die Stückzahlen der einzelnen Modelle stets recht gering sind.

Royal Oak: Der absolute Klassiker ist die legendäre Royal Oak, die 1972 von der Uhrmacherikone Gérald Genta gestaltet wurde. Benannt nach einem Segelschiff der Britischen Flotte galt die Royal Oak damals als welterste Luxus-Sportuhr. Damals wie heute zeichnet diese inzwischen 12 Modelle umfassende Kollektion ihr achteckiges, sichtbar verschraubtes Gehäuse mit eingefasstem Metallband aus. Das Highlight der Kollektion ist dabei ganz klar die Royal Oak Grande Complication mit Schleppzeiger-Chronograph, Wochenanzeige, Minutenrepetition, Ewigem Kalender und Mondphasenanzeige. Zudem gibt es mehrere limitierte Sonder-Editionen. Bis heute ist die Royal Oak eine der meistverkauften Luxusuhren.

Royal Oak Offshore: Als Weiterentwicklung für die Royal Oak lancierte Audemars Piguet einige Jahre nach deren Veröffentlichung die Royal Oak Offshore, die noch maskuliner designt war. Sie passte perfekt in den Trend der größeren Gehäuse und erreichte schnell Kultstatus. Die Offshore-Serie ist als Chronograph konzipiert, wobei es sie mit zahlreichen zusätzlichen Komplikationen gibt. Das Modell Survivor ist eine echte Expeditionsuhr, die widrigsten und unterschiedlichsten Wettern ebenso zuverlässig trotzt wie extremen Einsatzbedingungen. Ihr Gehäuse ist aus ultraleichtem, geschwärztem Titan gefertigt.

Edward Piguet und Jules Audemars: Wenn ein renommierter Uhrenhersteller wie Audemars Piguet Kollektionen nach ihren Gründern benennt, kann sich der Käufer absolut sicher sein, dass hier zwei Uhren-Reihen gefertigt wurden, die keinen Wunsch offen lassen und überaus hochwertig verarbeitet sind. Während die Piguet durch ihr rechteckiges Gehäuse charakterisiert wird, steht die Audemars für runde Gehäuseformen. Zu diesen Kollektionen gehören einige der erlesensten Uhren überhaupt. Etwa die Tourbillon Edward Piguet Moosachat, die zwar in (kleiner) Serie gefertigt wird, bei der jedoch nie ein Stück dem anderen gleicht. Die feinen Adern im verarbeiteten Mineral Moosachat lassen jedes Ziffernblatt anders aussehen. Ein anderes herausragendes Stück Uhrmacherkunst ist der Chronometer Jules Audemars Watch with AP Escapement. Hierfür wird mit Platin das edelste aller Edelmetalle verarbeitet. Das aus 274 Teilen bestehende Uhrwerk wird, wie bei Audemars Piguet üblich, in Hand gefertigt und verfügt über eine Gangreserve von 90 Stunden.

Millenary: Die Kollektion Millenary ist das eleganteste, was Audemars Piguet für Herren zu bieten hat. Sie besticht mit ovalem oder elliptischem Gehäuse. Sechs unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Komplikationen sind verfügbar.

Classique und Tradition: Seit 2008 veröffentlich Audemars Piguet die Kollektion Tradition mit gewölbter Lünette, die es mit verschiedenen Komplikationen oder als ultraflaches Modell gibt. In der Serie Classique gibt es als Hommage an die Gründerzeit eine Goldene Taschenuhr Grande Complication. In bester Tradition der Uhr, für die es 1889 auf der Expo in Paris einen Sonderpreis gab.

Audemars Piguet: Jede Uhr ist Handarbeit

Audemars Piguet produziert heute an drei Standorten, allesamt in der Schweiz. Dabei wird jedes einzelne Stück von Hand gefertigt. In weltweit 23 exquisiten Boutiquen sind die Zeitmesser von Audemars Piguet zu erwerben. In Deutschland gibt es keine Boutique, dafür aber weit über 30 offizielle Händler quer über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Nach wie vor verteidigt das Unternehmen eine Führungsposition bei der Manufaktur von Uhren mit Komplikationen. Kunden können sich aber auch auf einen herausragenden Service verlassen. So werden die regelmäßigen Wartungen von Uhrmachern ausgeführt, die mindestens eine vergleichbare Ausbildung – und dieselbe Leidenschaft – haben wie die, die die Uhren bauen.

Könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Kommentar schreiben