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Autoverkauf: Wie Gentlemen ihren Wagen zu einem guten Preis verkaufen

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Ein Gentleman fährt einen eleganten Wagen: Denn es besteht kaum Zweifel darüber, dass ein gepflegter, fahrbarer Untersatz ebenso zu einem stilsicheren Auftreten gehört wie ein Maßanzug oder eine hochwertige Uhr am Handgelenk.

Was aber tun, wenn das alte Auto ausgedient hat? Was ist beim Verkauf eines Gebrauchtwagens zu beachten? Und wie kann der moderne Gentleman

Verkauf an den Händler: Schnell und bequem

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, den alten Wagen in Bares zu verwandeln, ist ein Verkauf an den Händler des eigenen Vertrauens. So schätzt auch Ansgar Klein vom Bundesverband der freien Kfz-Händler die Sachlage ein.

Dem Hamburger Abendblatt erklärt er: “Wer sein Auto schnell und bequem verkaufen will, der wickelt es am einfachsten über einen Händler ab”.

Der Nachteil liegt auf der Hand: Man verhandelt dabei mit Profis, die in der Regel weniger zahlen als der von unabhängigen Stellen geschätzte Wert des Wagens beträgt. Was einleuchtet, immerhin wollen sie den Wagen weiterverkaufen – und zwar mit Gewährleistung.

Verkauf an Privatpersonen: Augen auf auch beim Verkauf

Apropos unabhängige Schätzung: Wer seinen fahrbaren Untersatz zu Geld machen und sich dabei nicht auf sein Bauchgefühl verlassen möchte, sollte über eine Fahrzeugbewertung etwa von Schwacke, DAT (Deutscher Automobil Treuhand) oder dem ADAC nachdenken.

Anhand von Faktoren wie der Marke, dem Modell, Kilometerstand und der Ausstattung ermitteln diese den Wert des Wagens. Wie dieser Artikel zum Thema Fahrzeugbewertung aufzeigt, kann bei einem Verkauf nach vier bis fünf Jahren ein Wertverlust von etwa 50 Prozent einkalkuliert werden.

Das ergeben die Prognosen der Beratungsagentur “bähr & fess forecasts”, die halbjährlich die wertstabilsten Wagen für 16 Fahrzeugklassen bestimmt. Durch Analyse solcher Fahrzeugbewertungen wird nicht nur klar, dass sich Autos zumindest mittelfristig kaum als Wertanlage eignen, sondern vor allem auch eine gemeinsame Verhandlungsbasis für Käufer und Verkäufer geschaffen.

Mit dem nötigen Verhandlungsgeschick lässt sich so vielleicht mehr für den Gebrauchten herausholen als beim Verkauf an einen Händler.

Der Privatverkauf hält aber auch rechtliche Stolpersteine bereit: Zum Beispiel sollte in jedem Fall im Kaufvertrag darauf hingewiesen werden, dass Käufer und Verkäufer einvernehmlich eine Gewährleistung ausschließen.

Constantin Hack vom Auto Club Europa rät im Artikel des Hamburger Abendblatts auch dazu, den Wagen abgemeldet zu verkaufen. So können versicherungs- oder steuerrechtliche Komplikationen vermieden werden.

Autobild empfiehlt, bei der Verhandlung skeptisch zu sein. “Werden Sie misstrauisch, wenn der Käufer zwar Ihren Preis akzeptiert, aber Ihre sonstigen Bedingungen ablehnt. Gehen Sie nicht darauf ein, und lehnen Sie sein Angebot auch dann ab, wenn der Käufer aggressiv wird”, heißt es dort. Außerdem sollte nur Bargeld akzeptiert werden, alles andere birgt zu große Risiken.

Die richtige Präsentation im Internet

Ein Sonderfall, der eigentlich keiner mehr ist, soll abschließend noch näher beleuchtet werden: Der Verkauf über das Internet. “Sonderfall” nur insofern, dass eine weitere Komponente hinzukommt, die man beim Verkauf über ein Zeitungsinserat oder über den Händler weniger beachten muss: die richtige Präsentation.

Im Netz ist die “Konkurrenz” durch andere Verkäufer überaus groß: Allein zwei deutsche Plattformen kommen laut Hamburger Abendblatt jeweils auf über eine Millionen angebotene Autos.

Hier gilt es alle Alleinstellungsmerkmale, den Zustand und alle nötigen Infos sorgfältig aufzuführen – die sprichwörtliche “Katze im Sack” will im Internet niemand kaufen. Daher sollte die Anzeige auch über aussagekräftige Fotos verfügen, die den Zustand und das Aussehen des Wagens authentisch widergeben.

Dass echte Gentlemen ihren Wagen pflegen und das auf den Abbildungen auch zu erkennen ist, sei an dieser Stelle vorausgesetzt. Denn auch hier gilt: Einen ungepflegten Gebrauchtwagen wird angesichts der großen Auswahl im Internet keiner kaufen.


Bildnachweis: Thinkstock / Saklakova


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