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Bier im Trend: Darf’s was mit Geschmack sein?

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In Deutschland sind Beck’s, Krombacher, Warsteiner, Veltins und Bitburger die Top 5 der beliebtesten Biermarken. Generell ist Deutschland für sein gutes Pils und Weizenbier bekannt. Doch auch Bier mit Geschmack, der nicht allein aus Malz oder Hopfen gewonnen wird, ist derzeit voll im Kommen.

Dem Online-Portal Statista zufolge lag der Bierkonsum in Deutschland im vergangenen Jahr bei 105,9 Litern pro Kopf. Aber: Bier ist nicht gleich Bier. Aktuelle Trends nehmen wir in diesem Artikel unter die Lupe.

Statistik: Pro-Kopf-Konsum von Bier in Deutschland in den Jahren 1950 bis 2015 (in Liter) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Hanfbier: Das Aroma der Cannabispflanze

Hanf enthält im Gegensatz zu Cannabis keine bzw. nur geringe Spuren THC und verleiht dem Bier ausschließlich den einprägsamen Cannabisgeschmack – Nebenwirkungen ausgeschlossen. Vor allem in Deutschland und Tschechien wird das Bier immer beliebter.

Warum gerade Cannabis zum Biergeschmack passt, hat einen einfachen Grund: Der Hopfen, aus dem das Bier üblicherweise hergestellt wird, ist sehr eng mit Cannabis verwandt. Das erklärt auch, warum es im ersten Moment verdächtig nach Gras riecht, wenn man z. B. eine Flasche Beck’s öffnet.

Neben den Ähnlichkeiten in der Anbaumethode kommt hinzu, dass es sich bei beiden um zweigeschlechtliche Pflanzenarten handelt. Bei Cannabis werden nur die Blüten der weiblichen Pflanze verwendet, beim Brauprozess von Bier ausschließlich die weiblichen Hopfenblüten.

Craft-Bier: Tradition trifft Vielfalt

Um Geschmack geht es – wie fast immer, wenn es um das Thema Bier geht – auch beim Craft Beer. Dieser Trend kommt aus den USA und bedeutet übersetzt schlicht “handwerklich gebrautes Bier”, was zunächst auf so gut wie jedes Bier zutreffen sollte. Doch die großen Braukonzerne sind immer mehr darauf bedacht, industrielles Bier im großen Stil zu produzieren und dabei geschmacklich konstant zu bleiben – jede Abweichung von der “Norm” ist unerwünscht.

Eben dieser Norm stehen die Craft Breweries entgegen: Craft-Bier steht für Experimentierfreude und Vielfalt und wird immer beliebter. Das bedeutet keineswegs, dass die Tradition des Biers nicht bewahrt bleiben soll, vielmehr soll sie weiterentwickelt werden.

Craft-Brauer sind dafür bekannt, hochwertige Aromahopfen zu verwenden, wohingegen die großen Braukonzerne immer häufiger auf die weniger aromatischen und dafür günstigeren Bitterhopfen setzen. Irgendwann in den 70er-Jahren hatten viele Biertrinker in den USA den Einheitsgeschmack des immer gleich schmeckenden Bieres satt. Aus dieser Laune heraus entwickelte sich die Craft-Bier-Bewegung.

Heute macht Craft-Bier einen Marktanteil von rund zwölf Prozent des gesamten US-Bierabsatzes aus, und die Biersorten werden immer vielfältiger: Honigmelone, Rhabarber, Grapefruit oder Milch sind nur einige Geschmacks-Varianten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, und es muss ja nicht immer jedem schmecken.

Pils und Weizenbier: Klassiker in neuem Gewande

Pils und Weizenbier gehören zu den absoluten Bier-Klassikern. Pils besitzt eine eher bittere Note, einen Alkoholgehalt von 4–5,2 Prozent und besteht aus Malz, ungäriger Hefe, weichem Wasser und aromatischem Hopfen. Weizenbier hat in der Regel einen etwas höheren Alkoholgehalt von 5–5,6 Prozent, ist besonders in Süddeutschland verbreitet und weist eine leicht fruchtige Note auf.

Vielleicht kommt es gerade wegen dieser Note, dass sich auch unter den altbewährten Klassikern der Aroma- bzw. Geschmackstrend ausbreitet: Sehr beliebt ist beispielsweise eine Kombination aus Bananensaft und Weißbier, das Bananen-Weizen.


Bildnachweis: Thinkstock / Maksymowicz


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