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Browsergames und ihre weltweite Fangemeinde

Browsergames

Kleiner Spaß für die kurze Pause, jenseits des Alltags in andere Welten abtauchen: Nahezu jeder nutzt gelegentlich Computerspiele fürs Freizeitvergnügen. Dafür ist nicht einmal die Installation einer Software notwendig.

Browsergames haben sich in den vergangenen Jahren zu einer ernsthaften Alternative entwickelt und bringen einen entscheidenden Vorteil mit: Das Amüsement ist gratis, wenn von den Kosten der Internetflatrate abgesehen wird.

Entwicklung vom durchschnittlichen Snack zur vergnüglichen Delikatesse

Anfänglich runzelten viele Gamer die Stirn, wenn sie auf abgespeckte Onlinespiele blickten. Angesichts des Datenvolumens waren nur überschaubare Versionen mit kompakten Inhalten realisierbar, deren optische Auflösung wenig überzeugte. Das schmeckte passionierten Zockern nicht wirklich.

Die deutliche Verbesserung der Internetleistung erweiterte jedoch zunehmend den Aktionsrahmen bei der Architektur von Browsergames. Entsprechend vielfältig und komplex werden Simulationen, Strategien, Shooter und andere Genres im Internet serviert. Dementsprechend kann sich die Fangemeinde vieler Onlinespiele inzwischen sehen lassen.

Neuentdeckungen und Konkurrenz

Diese Tendenz freut die Anbieter, verwundert fachkundige Beobachter aber kaum. Der leichte und kostenlose Zugang bewegt auch kritische Naturen dazu, ein Spielchen zu wagen. Nicht selten wird aus dem Schnupperkurs eine Leidenschaft.

Zu dieser Begeisterung tragen nicht nur die spannenden Spielideen selbst bei. Im Offline-Modus bleibt es beim Konkurrenzkampf mit dem dinglichen PC und der stillen Freude über den eigenen Erfolg. Derartige Solo-Programme findet nicht jeder prickelnd.

Die Browsergames warten mit reellen Mitspielern und dem Wettstreit unter Freunden auf. Wird ein neuer Level gemeistert oder der bisherige Highscore übertroffen, folgen Posts und bessere Platzierungen beim Ranking. Dass sich dies positiv auf den Nervenkitzel und Ehrgeiz auswirkt, ist leicht nachvollziehbar. Laut der Umfrage einer Social Media Agentur im Juli 2012 sind die Deutschen in dieser Online-Disziplin sogar Europameister.

Die mehr als 29 Millionen Internetnutzer zwischen Flensburg und Passau investierten 2,2 Stunden ihres monatlichen Zeitbudgets für die Nutzung von Browsergames.

Vorfreude auf neue Trends

Die führenden Unternehmen des Segments dürfen sich für das erfolgreiche Konzept auf die Schulter klopfen, denn die naserümpfenden Gamer von einst sind nun selbst dabei. Die free-to-play Faszination ist aufgegangen und wird sich gewiss noch weiterentwickeln. Welche Trends auf die virtuelle Spielgemeinschaft zukommen, bleibt spannend. Die kreativen Informatiker der führenden Labels haben ihr Pulver längst nicht verschossen.

Technisch ist noch Luft für zahlreiche Innovationen, die User rund um den Globus an den Bildschirm fesseln. Wer noch zu den verbissenen Abstinenzlern gehört, sollte vielleicht doch über seinen Schatten springen. Selbst Senioren daddeln mit Überzeugung in den sozialen Netzwerken, denn einige Browsergames empfehlen sich tatsächlich fürs Gehirn-Jogging. Da scheint es beinahe absurd, den Anschluss an die Gamer-Community bewusst zu verpassen.


Bildnachweis: Thinkstock / Wavebreakmedia Ltd

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