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Chopard Uhren – An die Spitze der Haute Horlogerie

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Die Ruhe und Beständigkeit des Schweizer Juragebirges hat viele Uhrmachermeister hervor gebracht. Und so schien es auch Louis-Ulysse Chopard schon fast in die Wiege gelegt worden zu sein, ein bekannter Uhrmacher zu werden. Sogar ein sehr bekannter. Bis heute tragen einige der wertvollsten und anspruchsvollsten Uhren der Welt seine Initialen im Namen: L.U.C..

Chopard Uhren

Begonnen hatte der ambitionierte Chopard im Alter von 24 Jahren in einer kleinen Werkstatt im Dorf Sonvilier. In kürzester Zeit gewann er viele Bewunderer seiner Werke und hatte bald sogar Kundschaft in Osteuropa, Skandinavien oder Russland. Nach seinem Tod 1915 übernahm sein Sohn Paul Louis Chopard das Geschäft und verlagerte es 1921 nach La Chaux de Fonds, ehe Chopard 1937 dorthin wechselte, wo das Unternehmen bis heute seinen Sitz hat: In die Welthauptstadt der Luxusuhren, nach Genf.

Chopard war bereits in dritter Generation ein Familienbetrieb, als diese Tradition zu reißen drohte. Tatsächlich steuert seit 1963 kein Chopard mehr die Geschicke des Unternehmens. Und doch ist es ein familiär geführtes Haus, das bis heute besonders großen Wert darauf legt unabhängig zu sein und nicht etwa in einem der großen Luxusgüterkonzerne aufgegangen zu sein. Denn drei Jahre nach dem 100. Geburtstag übernahm Karl Scheufele, der aus einer Dynastie von Uhrmachern im deutschen Pforzheim stammte, den Betrieb und machte Chopard in den folgenden Jahrzehnten zu einer der bei Uhrenliebhabern weltweit angesehensten Marke überhaupt. Scheufele erweiterte das Unternehmen und machte es zu einem international anerkannten Juwelier.

Nach wie vor bestimmt die Familie Scheufele selbständig über die Zukunftsstrategien. Heute zählen Juwelen aus dem Hause Chopard zu den wertvollsten Handwerksstücken überhaupt. Seit 1980 hat sich Chopard aber auch einen Namen als Hersteller von sportlichen und eleganten Uhren des oberen Preissegments gemacht, die durch ihre hohe Fertigungstiefe, Präzision und Langlebigkeit begeistern. Seit 1988 ist Chopard Partner des Oldtimerrennens Mille Miglia, das jedes Jahr in Italien stattfindet.

Zehn Jahre später übernimmt Chopard eine bis heute andauernde bedeutende Rolle bei den glamourösesten Filmfestspielen der Welt und wird Partner des Festivals in Cannes. Chopard ist längst in der Spitze der Haute Horlogerie angekommen und achtet sehr auf Qualität. Das Unternehmen war Mitinitiator der Fleurier Quality Foundation (FQF), einer unabhängigen Vereinigung, die die Qualität von Schweizer Uhren überprüft.

Die Chopard Uhren-Kollektionen

Seit 1996 besitzt Chopard wieder eine eigene Manufaktur im Schweizer Jura. Hier werden die L.U.C.-Uhrwerke entwickelt und hergestellt. Schon ein Jahr später wurde die L.U.C. 1860 mit eigenem Kaliber vom Schweizer Fachmagazin Montres Passion zur Uhr des Jahres gekürt. Im Jahr 2000 folgt mit der Vorstellung der L.U.C. Quattro eine Weltpremiere. Dieses neue Uhrwerk mit vier Federhäusern erlaubt eine Gangreserve von neun Tagen. 2001 wird das erste tonneauförmige Uhrwerk mit Automatik-Aufzug und exzentrischem Motor lanciert, 2007 stellt Chopard schließlich mit dem L.U.C. 10 CF sein erstes automatisches Chronographenwerk vor, für das gleich drei Patente angemeldet wurden.

Sämtliche Uhren made by Chopard tragen das Chronometer-Zertifikat COSC und sind zudem mit dem noch höherwertigerem FQF-Prüfsiegel geadelt. Viele Chopard-Zeitmesser, etwa aus den Kollektionen La Strada oder Imperiale, sind Unisex-Uhren. Für Gentleman, die auf den maskulinen Charakter einer hochwertigen Armbanduhr Wert legen, bieten sich vor allem drei Chopard-Kollektionen an.

Kollektion Classic Racing

Die Kollektion Classic Racing ist in zwei Serien unterteilt. Zusätzlich gibt es mehrere Sondermodelle, etwa die Grand Prix de Monaco, da Chopard seit 2002 auch offizieller Zeitnehmer dieses Rennens auf dem Stadtkurs ist. Zur Reihe Mille Miglia gehören rund 40 Modelle. Einige erinnern an das kühne Design moderner Rennwagen, andere zollen durch das silberne Gehäuse den deutschen Chassis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Tribut und wieder andere erinnern an die elegante Schönheit der Armaturen in Oldtimern.

Keine Frage, dass die Vielzahl der Komplikationen ähnlich hoch ist, wie die Vielfalt der gesamten Kollektion. Die Reihe Superfast zeichnet sich durch noch sportlichere Gehäuse und Armbänder aus. Bis auf eine Ausnahme zeichnet sich diese Serie durch eine markante 12 und durchgängig dunkle Farbgebung aus.

Kollektion L.U.C.

Die L.U.C.-Kollektion erinnert an den Gründer des Unternehmens. In ihr steckt nicht nur die für Chopard typische Qualität und Präzision, sondern auch eine besonders reiche Auswahl an Komplikationen höchsten Grades. Flaggschiff der Kollektion ist die L.U.C Louis Ulysse – The Tribute aus 18 Karat Weißgold und einer perfekten Kombination aus Tradition und Moderne. Dieser als Taschenuhr konzipierte Chronometer kann auch am Handgelenk getragen werden. Zudem gibt es 31 klassische Uhren mit Stunden- und Minutenanzeige. Überdies aber auch zwei Chronographen, fünf Uhren mit Mondphase, neun mit Tourbillon sowie zwei als Große Komplikation. Die beiden All in one-Modelle lassen wirklich keinen Wunsch offen. In ihnen steckt nahezu jede denkbare Zusatzfunktion.

Kollektion Classic

Raffinierter als in einer der zehn Classic-Modelle kann Understatement nicht daher kommen. Liebhaber schlichter Eleganz bieten die Uhren in der Regel große Ziffernblätter und zeitlosen Stil für alle, die Geschichte nicht nur nacherleben, sondern tragen wollen. Die Krönung unvergänglicher Uhrmacherkunst gepaart mit sich zurücknehmender Ausdrucksart sind die drei Classic Manufacture-Modelle.

Von Deutschlands aus rund um den Globus

Die Familie Scheufele hat ihren Sitz bis heute in Birkenfeld bei Pforzheim. Die baden-württembergische Großstadt war seit 1767 über 200 Jahre für ihre große Uhrmachertradition bekannt. Eine Ära, die mit der Quarzkrise verblasste. Und dennoch ging von hier ab Mitte der 1960er Jahre die Entwicklung aus, die Chopard und die L.U.C.-Uhrwerke berühmt machte. Heute gibt es Chopards-Boutiquen überall auf der Welt.

Kurz vor dem 150. Geburtstag wurde an der Madison Avenue in New York 2010 die 100. Boutique des Unternehmens eröffnet. Der Flagship-Store ist 280 Quadratmeter groß. Zum zehnten Jubiläum der Manufaktur in Fleurier wurde 2006 das L.U.C.EUM eröffnet. In diesem Museum sind Meisterwerke der Uhrmacherkunst aus verschiedenen Epochen und Regionen Europas zu bewundern. Werke aus dem Hause Chopard machen bei guter Pflege und sachgemäßem Umgang ihren Besitzern viele, viele Jahre Freude. Regelmäßige Wartungen sind jedoch wichtig. In über 130 Ländern auf allen Kontinenten gibt es inzwischen Boutiquen und offizielle Vertragspartner von Chopard.

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