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Das Comeback des Spießertums

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Spießer Lifestyle

Lange galten Spießer als verpönt. Doch mit dem Aufkommen der Hipster wurde es geradezu schick, spießig zu sein. Nicht nur erleben Retro-Klamotten und Vintage-Style ein Comeback, auch den eigenen Schrebergarten und langfristige Sparanlagen braucht man nicht mehr zu verstecken.

Spießer galten lange Zeit als uncool. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert: Der bisher als langweilig verpönte Lebensstil hat nämlich einen Imagewechsel erfahren und gilt heute als geradezu schick.

Der morgendliche Spaziergang zum Markt ist nun wichtiger als Partys bis zum Morgengrauen, und in der Wohnung weichen die Poster von Rockkonzerten Möbeln aus dem Antiquariat. Was zeichnet einen modernen Neo-Spießer außerdem aus?

Sicherheit in einer unsicheren Welt

Einen Spießer erkennt man heute nicht mehr daran, dass er Gartenzwerge liebt und Briefmarken sammelt. Das ausgeprägte Sicherheitsdenken, das traditionell mit dem Begriff Spießer assoziiert wird, ist jedoch auch für die Generation Y längst Thema.

Angesichts der globalen Probleme, der rasanten Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen und nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Digitalisierung des Alltags ist Beständigkeit ein Wert, nach dem sich auch viele jüngere Menschen sehnen. Familie und Freunde haben einen hohen Stellenwert, Karriere um jeden Preis ist kaum noch Lebensziel.

Vielmehr ist eine sinnstiftende Tätigkeit wichtiger als ein gutes Gehalt – was vor allem zählt, ist die Work-Life-Balance. Die langfristig ausgerichtete Karriereplanung rückt in den Hintergrund; sie gestaltet sich angesichts häufig wechselnder, zeitlich befristeter Jobs ohnehin schwierig.

Im Mittelpunkt stehen vielmehr Beständigkeit und Nachhaltigkeit. So werden beispielsweise die eigenen Gemüsebeete in der Kleingartenkolonie und Ausflüge aufs Land immer beliebter - auch bei der urbanen Szene. Für den Neo-Spießer ist die Öko-Bewegung jedoch mehr als ein temporärer Trend - sie ist Ausdruck eines Lebensgefühls.

In einer sich rasant verändernden Welt wächst verständlicherweise das Bedürfnis nach Sicherheit und Planbarkeit. Immer mehr junge Menschen kümmern sich bereits in jungen Jahren um eine langfristige finanzielle Vorsorge – zum Beispiel, indem sie einen Bausparvertrag mit vermögenswirksamen Leistungen bei etablierten Kreditinstituten wie der Naspa abschließen.

Bausparen galt lange Zeit als Inbegriff des Spießertums – bis es durch einen Werbespot der LBS schlagartig ein besseres Image bekam. Für den Neo-Spießer sind ein Bausparvertrag und die Verwirklichung persönlicher Lebensträume, beispielsweise einer Weltreise, keine Gegensätze mehr.

Sich kleiden wie der Opa

Früher hätte man sich mit Hornbrille, Hochwasserhose und Hosenträgern kaum auf die Straße getraut – heute wirken die nerdigen Kleidungsstücke und Accessoires von damals ausgesprochen modern. Sogar Pfeifen und Hüte aus Opas Schrank wirken keineswegs verstaubt, sofern sie nur stilsicher kombiniert werden.

Viele Männer lassen sich einen längeren Bart stehen oder kultivieren einen großväterlichen Schnäuzer. Damit der Style nicht zu altbacken wirkt, sind stilsichere Kombinationen gefragt. Mit einer ausgefallenen Tasche oder einem schicken Hemd lassen sich die “spießigen” Kleidungsstücke aufpeppen.

Besonders gut geht das mit dem neutralen Material Cord, das jedem Outfit einen Touch Spießertum verleiht, ohne dass es unseriös wirken würde. Ein bisschen spießig sein – das ist auch für moderne Gentlemen wieder schick.


Bildnachweis: Thinkstock / DeanDrobot


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