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Die passende Versicherung für den Oldtimer

Oldtimer Versicherungen

Für Oldtimer gibt es eine ganze Reihe von speziellen Versicherungen. Diese sind in der Regel preiswerter als für den gewöhnlichen PKW und auf die Bedürfnisse des Klassikers ausgelegt. Neben dem Preis sind auch noch andere Faktoren zu berücksichtigen.

Deutlich preiswerter und keine Schadenfreiheitsklasse

Auch wenn es sich ungewöhnlich anhört: Oldtimer-Versicherungen sind günstiger zu haben als eine gewöhnliche KFZ-Versicherung. Dies liegt im geringeren Schadensrisiko, da Oldtimerbesitzer rücksichtsvoller fahren und ihr Gefährt liebevoll pflegen und restaurieren.

Für spezielle Oldtimer Versicherungen gelten allerdings auch einige strengere Auflagen. So muss das zu versichernde Auto mindestens 20 Jahre alt sein und sich im Originalzustand befinden. Außerdem müssen die Versicherungsnehmer noch zusätzlich über einen Alltags-PKW verfügen, der wiederum älter als 25 Jahre sein muss.

Wie die gewöhnliche Kfz-Versicherung unterteilen sich Oldtimer Versicherungen in die Sparten:

  1. Haftpflicht
  2. Teilkasko
  3. Vollkasko

Für die Höhe der zu zahlenden Prämie ist das Fahrzeugalter ausschlaggebend. Hier gilt: Je älter das Fahrzeug, desto günstiger die Versicherungsprämie. Zusätzlich zu dem bekannten Versicherungsschutz des Alltagsautos kann man bei einem Oldtimer auch noch eine Allgefahrenabdeckung, die sogenannte Allrisk-Deckung, abschließen.

Mit der Allrisk-Deckung werden alle Gefahren abgedeckt, die den Oldtimer umgeben. Dies reicht von dem gebrochenen Pleuel über die geplatzte Batterie bis hin zum Motorschaden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Versicherungen müssen hier von der Versicherungsgesellschaft die nicht versicherten Gefahren in der Police schriftlich ausgeschlossen werden. Zu den nicht versicherten Gefahren zählen unter anderem altersbedingter Verschleiß oder Schäden durch Kriegsereignisse.

Weitere versicherbare Gefahren sind ein Versicherungsschutz für Transportschäden oder für die Unterbringung, sofern eine Weiterfahrt infolge eines Verkehrsunfalls nicht möglich ist.

Keine Rückstufung in schlechtere Schadensfreiheitsklasse bei Unfällen

Im Unterschied zur gewöhnlichen Kfz-Versicherung erfolgt keine Einstufung in Schadenfreiheitsklassen. Hier erfolgt automatisch die Einstufung in dem günstigsten Tarif. Auch im Falle eines Schadens muss der Versicherungsnehmer nicht mit einer Rückstufung rechnen – für eine Oldtimer Versicherung gelten andere Parameter wie das Fahrzeugalter, die jährliche Laufleistung sowie ein Unterstellplatz.

Der stetige Wertanstieg von Oldtimern macht es allerdings erforderlich, diese öfters neu begutachten zu lassen und eine höhere Versicherungssumme zu vereinbaren. In der Regel steigt die Prämie nur leicht an.

Weitere Faktoren, die sich auf die Versicherungsprämie auswirken, sind geringe Laufleistungen oder das Vorhandensein einer Garage. Einige Versicherer verlangen einen Mindestwert des Oldtimers von 5.000 Euro, den einige Klassiker nicht erreichen.

In der Regel gilt der ermäßigte Kfz-Tarif für Oldtimer bereits ab einer Altersgrenze von 20 Jahren, einige Versicherungen verlangen 25 oder 30 Jahre. Hier heißt es also, die Tarife der Versicherungsgesellschaften zu vergleichen.


Bildnachweis: Thinkstock / Stockbyte / altrendo images

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