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Fett, rot, gelehrt und überragend – eine City-Reise nach Bologna

Bologna

Viele Touristen zieht es bei der Italienreise von Florenz nach Venedig, ohne dabei eine der schönsten Universitätsstädte in Europa zu würdigen. Dabei hat sich Bologna mehr als einen kurzen Kurzurlaub verdient.

Das Ambiente in den Gassen ist bezaubernd, die historische Altstadt ein Juwel für Kultur-Fans und die traditionelle Küche ein Hochgenuss.

Dank Air Dolimiti liegt das Reiseziel gerade ums Eck und ist per Direktflug von München erreichbar. Das sind reichlich gute Gründe, um sich auf den Weg ins fette, rote, gelehrte und überragende Bologna zu machen.

Gelungener Start mit Air Dolomiti

Die erste positive Überraschung ergibt sich bei der Planung der städtischen Reise in die Emilia-Romagna. Gleich viermal täglich startet ein Direktflug vom Franz Josepf Strauß Flughafen in München und landet nach rund einer Stunde auf dem Airport Bologna.

Flughafen München AirDolomiti

Bildnachweis: AirDolomiti

Derart bequem gestaltet sich die Anreise nur selten, was nicht nur die schnelle Verbindung betrifft. Air Dolomiti hat bei dieser Kurzstrecke die Nase und erfreut die Gäste mit einem außergewöhnlichen Service.

Boardservice AirDolomiti

Bildnachweis: AirDolomiti

Die drittgrößte Fluggesellschaft Italiens wurde für den guten Stil an Bord mehrfach ausgezeichnet. Bereits in der Klasse fürs kleine Budget, Light & Plus, freuen sich die Passagiere über einen Snack und Tageszeitungen für die kurzweilige Reise. Mit exklusiven Gaumenfreuden werden die Frequentflyer bedacht.

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Air Dolimiti serviert wechselnde Mahlzeiten in ansprechender Form und erlesene Weine. So vergehen die sechzig Minuten bis zur Landung buchstäblich wie im Flug.

Bildnachweis: AirDolomiti

Edles Ambiente mit historischer Signatur – Grand Hotel Majestic Baglioni

Die Geschichte von Bologna reicht bis ins 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Im Laufe der langen Stadthistorie mit bewegten und florierenden Epochen entstanden imposante Bauwerke, die bis heute den einzigartigen Charakter der Stadt prägen.

Wer Bologna mit allen Sinnen erfassen möchte, entscheidet sich für eine Unterkunft mit historischer Signatur und einer idealen Ausgangslage für die Sightseeing-Tour. Diese Vita bringt das 5-Sterne Grand Hotel Majestic Baglioni in der Via Indipendenza mit. Die exklusive Adresse liegt nur wenige Minuten von bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie dem Piazza Maggiore entfernt.

Das Hotel selbst zählt zu den ältesten Residenzen für Reisende in der Stadt und bietet 109 Zimmer in verschiedenen Kategorien. Den roten Faden bildet die Inneneinrichtung mit einem originellen Mix aus venezianischem Stil und dem französischen Stil des 9. Jahrhunderts.

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Bildnachweis: Grand Hotel Majestic “già Baglioni”

Die Präsenz eindrucksvoller Antiquitäten und detailreiche Dekoration wird mit modernster Technik abgerundet. Aufmerksamkeit hat sich auch das prächtige Hotelrestaurant I Caracci verdient, das italienische Köstlichkeiten mit historischen Fresken umrahmt.

„Die Überragende“ – Mittelalterliche Stadt der Türme

Die exquisite Atmosphäre im Grand Hotel Majestic Baglioni muss warten. Denn gleich nach der Ankunft wächst die Neugier auf die Schätze der Altstadt, die als eine der Schönsten in Europa gilt. Obendrein warteten die mittelalterlichen Baumeister mit einer Besonderheit auf: die Türme von Bologna.

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Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert entstanden imposante Wohntürme, bei denen sich die wohlhabenden Besitzer in der realisierten Höhe regelmäßig übertrafen. Bis heute ist nicht gänzlich geklärt, warum die eher unpraktischen Residenzen mit einer sportlichen Anzahl an Treppenstufen derart gefragt waren. Der Ausdruck von Prestige liegt ebenso nahe wie der Schutz vor feindlichen Übergriffen.

Laut Quellen dominierten 180 Türme das mittelalterliche Stadtbild, zu denen sich die Spitzen von Kirchen, Kathedralen und weiterer Bauwerke gesellten. Heute können Touristen nur noch erahnen, wie merkwürdig das Stadt-Panorama den Besuchern im Mittelalter erschien.

Viele der einstigen Wolkenkratzer mussten den Bauideen der folgenden Epochen weichen. Rund zwanzig Geschlechtertürme sind bis heute erhalten und verleihen der Altstadt von Bologna ihr einzigartiges Flair. So wundert es nicht, dass die Türme Garisenda und Asinelli zum Wahrzeichen der Stadt erklärt wurden.

Eine der außergewöhnlichsten Locations und Unterkünfte findet sich in der schwindelnden Höhe des Torre Prendiparte. In den originär erhaltenen und ansprechend möblierten Räumlichkeiten werden Cocktail-Partys, klassische Konzerte und Gala-Dinners veranstaltet. Zudem können Besucher der Stadt den Turm als romantische Unterkunft mieten.

Bildnachweis: marcoravenna.it / Torre Prendiparte

Die Gelehrte – Bolognas Schlüsselrolle bei der universitären Bildung

Nach einer kargen Phase erlebt Bologna im 11. Jahrhundert eine neue Blüte. Zu dieser Zeit, im Jahr 1088, wurde der Studio als älteste Universität in Europa gegründet. Für die gemeinschaftliche Unterbringung der Fakultäten wurde das Archiginnasio am Piazza Maggiore gebaut, das zu den eindrucksvollsten Gebäuden der italienischen Stadt zählt.

Bologna - atrium of Archiginnasio

Bildnachweis: Palazzo dell’Archiginnasio / Thinkstock / sedmak

In den historischen Räumlichkeiten ist inzwischen die Bibliothek der Stadt untergebracht, die mit 600.000 Bänden und vielen Handschriften von Prominenten aus allen Epochen aufwartet. Wer durch Bologna flaniert, sollte die Sehenswürdigkeit nicht nur im Vorbeigehen würdigen. In der unteren Etage befindet sich ein Fresko mit 6.000 Wappen von Studenten und Inschriften für die Ehrung von Professoren.

Bologna - External atrium of Archiginnasio

Bildnachweis: Palazzo dell’Archiginnasio / Thinkstock / sedmak

Wer durch die Gassen von Bologna bummelt, spürt die gegenwärtige Bedeutung der Universität. Rund 80.000 Studierende aus aller Welt beleben das Stadtbild mit einem jungen und multikulturellen Flair. Dass von der Bevölkerungsstruktur auch das kulturelle Angebot und vielfältige Nachtleben profitieren, erklärt sich von selbst.

Mit Blick auf die Historie ist es kein Zufall, dass die Reformierung des EU-Hochschulraums von Bologna ausging und im Jahr 1999 die Bologna-Erklärung hervorbrachte.

Bologna – Die Rote – Charmante Häuser mit roten Ziegeln, imposante Denkmäler und Arkaden

Wer Bologna erleben möchte, lässt sich auf die Stadt ein und entdeckt die Sehenswürdigkeiten bei einem entspannten Bummel. Die meisten Highlights der Architekturgeschichte begegnen dem aufmerksamen Besucher bei einem Spaziergang durch die Altstadt.

Neptunbrunnen Bologna

Bildnachweis: Neptunbrunnen / Thinkstock / silviacrisman

Viele Fassaden sind von roten Ziegeln geprägt und geben Bologna einen speziellen Charakter. Das Zentrum bildet der Piazza Maggiore mit der gotischen Kirche San Petronio und dem Neptunbrunnen. Außergewöhnlich ist die große Anzahl an historischen Klöstern in Bologna, die immer wieder das Interesse der Reisenden wecken.

Arkaden Bologna

Bildnachweis: Arkaden von Bologna / Thinkstock / Andrei Nekrassov

In der Blütezeit von Bologna stellten sich die Baumeister der Herausforderung, sowohl dem hohen Bedarf an Wohnraum als auch dem florierenden Handel in der Stadt gerecht zu werden. So entstanden die Arkaden, die mit einer Länge von 38 Kilometern beeindrucken.

Shopping in Bologna

Bildnachweis: Shopping in Bologna / Thinkstock / Montegia

An der geschäftigen Zeit von damals knüpft das gegenwärtige Angebot für Shopping-Fans an. Bezaubernde Boutiquen und verwunschene Gassen fusionieren zu einem Einkaufsvergnügen der besonderen Art.

Die Fette – Regionaltypische Spezialitäten und Spitzenrestaurants für Feinschmecker

Wer sich eine City-Tour nach Bologna gönnt, legt gerne ein paar Kilo zu. Die Stadt wird ihrem italienischen Spitznamen, la grassa, mehr als gerecht und gestaltet die Reise mehr als köstlich.

Mit traditionellem Charme und typischen Leckereien verwöhnt die Trattoria Serghei in der Via Piella ihre Gäste. Während die hausgemachte Pasta hier fertig auf dem Teller landet, lädt der ungewöhnliche Shop Le Sfogline dazu ein, die Zubereitung der Teigwaren zu beobachten oder selbst in die Hand zu nehmen. Bologna gilt als Heimat der Tortellini und Lasagne. Beides wird gerne mit einer deftigen Bolognese serviert.

Mortadella Bologna

Bildnachweis: Mortadella / Thinkstock / Francesco Dibartolo

Zu den traditionellen Spezialitäten der Stadt gehört zudem die Mortadella, die dünn aufgeschnitten und in urigen Restaurants beispielsweise als Appetizer gerreicht wird.

Zu den Geheimtipps für Gourmets zählt das Ristorante I Portici. Das Ambiente in dem einstigen Teatro Eden, das ab 1899 als Konzert-Café genutzt wurde, ist ein Fest für die Sinne. Das historische Charisma mit Fresken im Jugendstil wird dank klarer Designlinien und dekorativen Details aus Kristall und Silber treffend abgerundet.

Obwohl das Restaurant erst im Jahr 2008 eröffnete, wurde die Location bereits mit einem Michelin-Stern bedacht. Die Kreationen von Agostino Iacobucci sind von seinen mediterranen Wurzeln ebenso geprägt wie von einer außerordentlichen Kreativität.

Als Appetizer empfiehlt sich ein Trio mit Austern, Campari und Mango. Zu den ambitionierten Vorspeisen gehören Ravioli, deren Füllung von einem Parmesan profitieren, der 36 Monate reifen durfte. Dieses würzige Aroma trifft auf eine Kaffeereduktion, Safran und Zwiebelsauce.

Beim Hauptgang macht sich ein gegrilltes Huhn aus Bress mit Salat, Schellfisch-Sauce und Balsamico schick. Die Desserts des Hause gestalten sich gleichermaßen innovativ und überraschend. So lädt eine der süßen Kreationen die Gäste dazu ein, den Herbst zu erkunden.


Bildnachweis: Titelbild / Thinkstock / Giacomomo


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