Herrenausstatter
Sobald jemand das Wort »Herrenausstatter« fallen lässt, denkt man unweigerlich an die etwas zu dunkel gestalteten Lädchen, die es nahezu jeder Stadt noch gibt, in die sich ältere Herren begeben, um sich wieder einmal mit viel zu weiten Hosen und dazu passenden viel zu weiten Hemden, gehüllt in viel zu weite Sakkos, auszustatten. Die richtigen Perlen unter diesen Läden sind schwer zu finden und mit der Qualität steigt natürlich auch das Preisniveau.
Durch die Erfindung des Internets wurde aber dieser Aspekt glücklicherweise relativiert. Zum einen ist die Auswahl fast unbegrenzt, zum anderen locken Gutschein- und Rabattaktionen an nahezu jeder Ecke mit unschlagbaren Angeboten. Ein Beispiel hierfür ist die Seite Gutscheinzeiger.de, die – der Name sagt es – Gutscheine zeigt. Eben auch im Bereich der Herrenausstatter. Alle, die daran interessiert sind, wie das funktioniert, können hier einen Einblick erlangen.
Aber nicht nur online gibt es Herrenausstatter. Die Frage ist ja eigentlich: Warum hat dieses Wort so an Charme verloren und wird nur noch mit Langeweile in Verbindung gebracht? Sind moderne Läden, die es ja zuhauf gibt, nicht auch Ausstatter von Herren und hätten sie somit nicht auch diese Bezeichnung verdient? Der Grund ist wohl ganz einfach: Das Maßgeschneiderte und die hohe Qualität, die mit dem klassischen Herrenausstatter in Verbindung gebracht wird, bieten nur die wenigsten Ketten. Mir ist spontan zumindest keine bekannt.
Man könnte nun den Herren vorwerfen, dass ihnen Qualität immer egaler würde. Dass sie echte Handarbeit nicht mehr zu schätzen wüssten. Vielleicht sind es aber auch die Herrenausstatter selbst, die zum Verfall der Zunft beitragen, indem sie wenig innovatives zeigen, sich selten selbst modernisieren und wenn, dann nur darüber, dass sie auch Kleidung von bestehenden Marken mitverkaufen. Denn die Schnitte sind oft seit Jahrzehnten unverändert und auch, wenn man sich klassisch kleiden möchte: Auch klassische Mode unterliegt stilistischen Schwankungen, so absurd das klingen mag.
Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo dazwischen. Fest steht: Bislang hat sich das bessere Produkt immer durchgesetzt. Mal sehen, wie es in diesem Falle sein wird.