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Kapuzenpulli oder Hoodie: lässiger Trend mit langer Geschichte

Hoodie - Styleguide

Wie die Jeans haben Kapuzenpullover oder auch Hoodies schon seit langem die Straßen weltweit erobert. Street Wear oder Urban Style nennen Designer diesen unkomplizierten und straßentauglichen Look.

Doch seit wann gibt es eigentlich dieses lässige Kleidungsstück und wie trägt man es heute? Hier ein paar interessante Fakten zum Lieblingsteil vieler junger und junggebliebener Männer.

Siegeszug des Kapuzenpullis: So eroberte er die ganze Welt

Angefangen hat es mit den römischen Legionären, die sich vor dem ungemütlichen Wetter in den germanischen Wäldern schützen wollten. Damals noch als „Paenula“ bekannt, später dann war der Überwurf mit Kapuze bei Mönchen des Mittelalters ein beliebtes Kleidungsstück.

Der moderne Kapuzenpulli hat also schon antike modische Vorfahren, wird allerdings in seiner heutigen Form erst seit den 1930er Jahren getragen. Auch hier ähnelt seine Geschichte der von dem internationalen Siegeszug der Jeans, die einst als Arbeitskleidung getragen wurde.

Zunächst nämlich kam der Kapuzenpullover in New Yorker Kühlhäusern zum Einsatz, um die Arbeiter vor der extremen Kälte zu schützen. Neben der Kapuze sorgte eine Kängurutasche für wohlige Wärme, wenn die Hände zwischendurch eine Pause von der Kälte brauchten.

Was erst ein praktisches Arbeitsutensil war, entwickelte sich dann recht schnell zu einem angesagten Alltagslook. Spätestens mit der Hip-Hop-Bewegung in den 1970er und 1980er Jahren eroberte der Hoodie auch die Laufstege der Modewelt.

Heute ist er bei moderner Street Fashion und Sportswear nicht wegzudenken und bei angesagten Marken wie Beyond Limits ein fester Bestandteil der Kollektion. Der Hoodie hat es also endgültig geschafft, aus der Subkultur ins Rampenlicht zu treten und ist daher in allen Altersklassen ein beliebtes Freizeitoutfit.

Woher kommt die Bezeichnung „Hoodie“?

In englischsprachigen Ländern ist die Bezeichnung „Hoodie“ für den Kapuzenpullover üblich. Das ist eine Kurzform für „Hooded Sweatshirt“, also ein Sweatshirt mit Kapuze. In Deutschland hat sich der Hoodie in den 1990er Jahren einen Namen gemacht.

Deutsche Hip-Hop-Bands wie die Fantastischen Vier oder Fettes Brot machten die lässige Street Wear zusammen mit den weiten Baggy Pants bekannt. Deren Fangemeinde hat heute zwar oft schon selbst jugendliche Kinder, die Hoodies sind aber mittlerweile auch in der Altersstufe 40+ ein gern getragenes Kleidungsstück.

Gibt es eigentlich einen sprachlichen Zusammenhang zum englischen Brotherhood oder Neighbourhood? Das konnte bisher von Sprachexperten nicht bestätigt werden, auch wenn sich die Geschichte der Mönchsbekleidung und die urbanen Wohngegenden als Erklärung für die Verwandtschaft der Wörter anbieten würden.

Aktuelle Trends rund um den Kapuzenpulli

Es waren nicht nur die Stars aus der Rap-Szene, die den lässigen Streetstyle mit Kapuze zum Trendteil bei Teenagern machten. In manchen Staaten Amerikas gehört er sogar mittlerweile zur offiziellen Schulkleidung. Und die Neuseeländer feiern jedes Jahr den „National Hoodie Day“, so sehr mögen sie den kuscheligen Pullover mit der schützenden Kapuze.

Heute gibt es zwei Arten von Hoodies: Die einen sind innen angeraut und wärmen bei kalten Temperaturen zuverlässig. Die anderen bestehen aus dünner, luftdurchlässiger Baumwolle und sind für kühle Sommertage oder die Übergangszeiten prima geeignet.

Ob beim Festival oder beim Campen mit Freunden – ein cooler Look geht auch mit Kapuzenpulli: Trendige Details wie abgesetzte Reißverschlüsse, farbige Prints, bunte Kordeln und natürlich eine perfekte Passform unterstützen den lässigen Urban Style. Was die Farbe angeht, leuchten die aktuellen Modelle der Hersteller in allen erdenklichen Regenbogenfarben.

Mutige Männer dürfen also ruhig mal zu Knallfarben greifen. Wer es nicht so auffällig mag, greift lieber zu Dunkelblau, Grau, Weiß oder zum klassischen Schwarz.

Zum Hoodie machen sich Jogginghosen im modisch schmalen Schnitt super oder eine Destroyed Jeans. Und was könnte besser zu einem coolen Kapuzenshirt passen als Sneakers? Die gibt es in verschiedenen Styles und einige davon sind sogar bürotauglich, wenn sie mit einem Anzug kombiniert werden.

Auch eine trendige Kombi zum Hoodie: Stoffschuhe oder Leinenschuhe für den legeren Beach- und Surfer-Look.


Bildnachweis: Thinkstock / NADOFOTOS


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