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Lichtgestaltung im Loft – Tipps und Tricks für den Wohn- und Essbereich

Singlewohnung / Appartment

Der Wechsel von Hell und Dunkel gehört zu unserem Leben, in der Natur ebenso wie in unseren heimischen vier Wänden. Wir brauchen das natürliche Licht für die körpereigene Vitamin-D-Produktion und das künstliche Licht, um unseren Alltag wunschgemäß zu gestalten.

Die richtige Beleuchtung ist eine wirkliche Kunst, nicht umsonst spricht man auch von Lichtdesign. Das gilt für große Open-Air-Events und Indoor-Bühnenkulissen, ebenso für unser Zuhause. Dabei kommt der Gestaltung von Innen- und Außenräumen jeweils eine besondere Bedeutung zu.

Es gilt, das Interieur beziehungsweise die Umgebung wortwörtlich ins rechte Licht zu rücken und den perfekten Bezug auf die jeweils vorhandenen Materialien und Stilrichtungen zu nehmen.

Lichtharmonie im Innenbereich

Grob gesagt gibt es direkte und indirekte Beleuchtungen, flächige und punktuelle sowie warmweiße, abgedunkelte und grelle Beleuchtungen. Letztere finden wir selten angenehm, warmes Wohnlicht sowie ein klares Arbeits- und Leselicht sind unser Hauptanliegen.

Daneben möchten wir Kunstobjekte wie Skulpturen und Bilder sowie Pflanzen in Szene setzen, den Buchtitel im Regal und den klein geschriebenen Text lesen können und uns in unserem Lieblingssessel ebenso angenehm beleuchtet fühlen wie an unserem Esstisch.

In der Küche sollten Obst und Gemüse sowie scharfe Messer und Topfinhalte erkennbar sein, im Bad benötigen wir ein Deckenlicht, ein weiteres am Spiegelschrank und eventuell ein spezielles Licht für den Kosmetikspiegel.

Warmes Licht für Holz

Auch lieben wir warm strahlende Holzböden, die wir mit Begriffen wie Honig verbinden – merkwürdigerweise assoziieren wir mit diesem Naturprodukt so etwas wie Zuhause; vielleicht ein Relikt aus der Kindheit?

Diesen Effekt können Sie beispielsweise durch goldgelbes Licht erreichen, das aus indirekten Quellen stammt. So führen die Strahlen hinter Wandlampenschirmen zur Decke und/oder zum Fußboden und sind gleichzeitig ein wunderschöner Wandschmuck: Hier sind Bilder überflüssig, denn die Lichter wirken wie goldene Garben.

Ähnlich sieht es für Ess- und Wohnzimmertische aus: Bei warmweißem Licht kommt das edle Holz gut zur Geltung, gleichzeitig erkennt jeder Gast mit der richtigen Beleuchtung, was er auf dem Teller hat. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass goldgelbes Licht weniger zum Arbeiten, als vielmehr zum Relaxen geeignet ist. Vielleicht eine Idee für die Kuschelecke?

Die Vielzahl der Beleuchtungskörper sinnvoll nutzen

Es stehen unter anderem Deckenfluter, Stehlampen, elegante Bogenlampen, Wand- und Hängelampen sowie kleine Spots zur Verfügung. Spots finden wir in der Decke und im Fußboden, an der Wand und im Regal. Eingebaute Spots verhindern eine Kabelflut.

Nur ein Beispiel: Ein Regal mit integriertem Lichtsystem ist schicker als ein Strahler, der via Kabel von einer Steckdose aus versorgt wird und extra an den Regalboden geklemmt wird. Ein schönes Beispiel für eine indirekte Spotbeleuchtung finden Sie hier auf dem dritten Bild. Dort ist das Hängeregal mit einem solchen System ausgestattet.

Hänge- oder Wandlampen sind Alternativen zu Deckenspots, die in vielfacher Anordnung ganze Flure erleuchten können. Mehrfach nebeneinander hängende Designerlampen sind eine besondere Attraktion: Jede ist anders, doch das Ensemble gehört zur selben Familie; eine bildschöne Idee.

Singlewohnung / Appartment - Sessel Couch

Designerleuchten sind der Blickfang in diesem Wohnbereich – Appartment von Design Studio Dragon Art

Ein Nachtlicht im Schlafzimmer kann als kleine Stehlampe oder als Lichtleiste angebracht sein. Eine solche Leiste bietet sich ebenfalls als Unterschranklicht in der Küche wie in einem langen Flur an.

Auch Treppen sollten gut ausgeleuchtet werden, um Stolperfallen zu vermeiden: Wie wäre es mit Wandlampen, indirektem Stufenlicht oder Handlauf-Lichtleisten?

Besondere Räumlichkeiten per Licht ausweisen

Gibt es eine Bar in der Wohnung? Hier darf es etwas schummriger zugehen, doch sollte im Arbeitsbereich der Bar alles gut erkennbar sein. Daher bieten sich kleine Lichteinheiten in sinnvoller Kombination an, die die Deckenlampen ergänzen.

Für diesen wie für andere Bereiche stellt sich auch immer die Frage nach farbigen Lampen. So kann der angesprochene Treppenbereich auch mit einer Lichtleiste in sanftem Grün oder Blau angestrahlt werden. Die Farbe sollte natürlich zum Interieur passen. Das gilt für alle Wohnbereiche.

Beleuchtung optimieren

Um finanziell und auch in Sachen Umwelt und Energie zu punkten, empfehlen sich nach dem jetzigen Stand der Technik LED-Beleuchtungskörper, die in bereits vorhandene Lampen eingebaut oder zusammen mit neuen Designerstücken gekauft werden können.

Ob Schreibtischlampe oder Treppenlichtleiste, es gibt die langlebigen LEDs in zahllosen Formen, Sockelausführungen und Farben; übrigens auch für den Außenbereich. Eine gute Empfehlung sind Dimmer, mit denen das Licht stufenlos geregelt werden kann.


Bildnachweis: Design Studio Dragon Art


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