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Milano Marittima – Milano am Meer – kontrastreiche Eleganz an der Adriaküste

Zwischen dem lombardischen Mailand und Milano Marittima in der Emilia-Romagna liegen rund 315 Kilometer. Dennoch sind beide Destinationen in Italien eng miteinander verknüpft, was sich aus dem Namen des Badeortes unmissverständlich ablesen lässt.

Das traditionsreiche Tourismuszentrum an der Adriaküste ist so schick wie die Fashion aus der italienischen Modestadt und wurde – umgeben von dunkelgrünen Pinien – für den abwechslungsreichen Strandurlaub der Extraklasse entworfen.

Ein Mondäner Badeort der Mailänder Bürgerschicht

Hinter dem Ferienort Milano Marittima steckt ein historisches Tourismusprojekt, das zu Beginn des 20. Jahrhundert geboren wurde und noch immer ausgesprochen modern anmutet.

Die Stadt Cervia an der Adriaküste fokussierte sich einst auf die Salzproduktion, Landwirtschaft und Fischerei. Nach dem Bau einer Eisenbahnverbindung erkannten wohlhabende Bürger aus Mailand, dass sich die Region mit dem ausgdehnten Pinienwald an der Küste auch für eine erholsame Auszeit empfiehlt.

So wurde bereits im Jahr 1882 die erste Badeanstalt gegründet, und im Jahr 1907 schloss die einflussreiche Mailänder Bürgerfamilie Maffei einen Vertrag mit der Gemeinde Cervia: Große Flächen nahe der Küste wurden zur Verfügung gestellt, um dort ein Feriendomizil zu errichten.

An den Entwürfen war der Maler Giuseppe Palanti beteiligt, dem eine Gartenstadt vorschwebte, deren touristische Wohnungen sich bestens in die Natur einfügten. Dieser Plan gelang vortrefflich, sodass die im Grünen eingebetteten Villen nahe der langen Sandstrände bei den Sommerfrischlern sogleich hoch im Kurs standen. Weitere Hotels, Restaurants und vergnügliche Angebote gesellten sich hinzu.

Der gelungene Kontrast zwischen italienischer Eleganz und der landschaftlich schönen Umgebung fasziniert bis heute die Urlauber in Milano Marittima.

Pulsierend, erholsam oder naturnah – Urlaub in Milano Marittima

Inzwischen zählt der Ferienort zu den exquisiten Destinationen an der Adriaküste. Dieser Ruhm ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass Milano Marittima zwei Gesichter hat.

Vielerorts ist die Atmosphäre jung und stylisch, sodass sich VIPs und Liebhaber des pulsierenden Strandlebens herzlich willkommen fühlen Zugleich hat der Badeort zahlreiche Attraktionen für Naturfreunde, Erholungsbedürftige und Familien zu bieten.

Diese Melange ist das Geheimnis von Milano Marittima und spiegelt sich in den Stränden wider. Angesagte DJs sorgen an den Trend-Beaches Paparazzi 242 und Papeete schon tagsüber für ein vibrierendes Flair.

Familien finden beispielsweise am Strand „del Pino bathroom“ eine ruhigere Atmosphäre und besten Angebote für einen abwechslungsreichen Tag am Meer. Wer sich fern des Trubels entspannen möchte, entdeckt in der Umgebung von Cervia freie Strandabschnitte fürs genüssliche Relaxen und den Sprung ins kühle Nass.

Die Region aktiv oder romantisch erleben

Der Pinienwald spielte bei der Entstehung von Milano Marittima eine wichtige Rolle und ist bis heute einen Ausflug wert. Im Schatten der Bäume sind Wanderungen ebenso eine Wohltat wie Fahrradtouren. Urlauber treffen auf ausgeschilderte Routen, die beispielsweise am 1875 erbauten Leuchtturm von Cervia vorbeiführen, das pittoreske Fischerwohnviertel von Borgo Marina streifen oder in einem der malerischen Dörfer in der Emilia-Romagna münden.

Bertinoro

Bildnachweis: Thinkstock / ValentinaMoraru

Zu den schönsten Gemeinden rundum Milano Marittima gehört Bertinoro. Wie ein Balkon liegt der Ort über der Ebene und bietet eine grandiose Aussicht auf die Landschaft.

Beim Streifzug durch die Gassen entdecken die Besucher sehenswerte Bauwerke und Restaurants, die sich für ein romantisches Dinner empfehlen. Beispielsweise können Urlauber den Tag auf der Terrasse im Enoteca Bistro Colonna ausklingen lassen und sich Spezialitäten wie selbstgemachte Pasta, Kreationen aus Wildreis oder ein Filet mit Zitrusfrüchten gönnen.

Eine Welt für sich: Salinen von Camillone

Einst widmeten sich rund 150 Salinen der traditionellen Salzgewinnung von Hand mit Verfahren und Werkzeugen, die seit der Antike bekannt sind. Heutzutage hat sich die maschinelle Produktion durchgesetzt.

Lediglich die Saline von Camillone bleibt dem originären Handwerk treu und stellt bei Führungen die Phasen und Arbeitsschritte vor, die für die Produktion des hochwertigen Salzes notwendig sind. Sehenswert ist jedoch nicht nur die Handwerkstradition in dem außergewöhnlich konzipierten Salzmuseum in Cervia.

Das Areal umfasst mehr als 800 Hektar mit Salinen, durch die sich Kanäle mit einer Gesamtlänge von 46 Kilometern schlängeln. Eine Kanutour durch diese Welt aus Wasser und Salinen, in der 100 Vogelarten und 2.000 Flamingos beheimatet sind, ist ein Erlebnis für sich.

Cervia, le saline

Bildnachweis: Thinkstock / cavallapazza

Bei einer Auszeit in diesem Naturschutzgebiet ist kaum zu erahnen, dass sich nur wenige Kilometer weiter die pulsierenden Strände von Milano Marittima befinden.

Abtauchen in die Vergangenheit

Das weiße Gold aus den Salinen zählte einst zu den kostbarsten Handelsgütern und war für das historische Cervia von großer Bedeutung. Wenngleich in der Gegenwart der Tourismus zu den wichtigsten Einnahmequellen der Region gehört, gerät diese Tradition nicht in Vergessenheit.

Cervia

Bildnachweis: Thinkstock / bonottomario

Am Hafen von Cervia entdecken Reisende eine Art Freilichtmuseum, in denen eindrucksvolle Schiffe mit trapezförmigen Segeln an die Historie erinnern. Diese schwimmenden Zeitzeugen können nicht nur bestaunt werden. Einige der nostalgischen Segelschiffe mit traditioneller Ausrüstung an Bord sind noch immer seetauglich.

Bei einem Segeltörn erleben Urlauber die Schiffe in Aktion und erfahren auf den ehemaligen Salzrouten interessante Details aus der Handelsgeschichte.

Residenz der Extraklasse: Mare Pineta Resort

In der Moderne ist Milano Marittima leicht zu erreichen, indem der 100 Kilometer entfernte Flughafen von Bologna angesteuert wird. Von dort aus empfiehlt sich ein Transfer-Service oder die Buchung eines Mietwagens, um die Region Emilia-Romagna individuell zu erkunden.

Zu den besten Adressen für die Unterkunft gehört das MarePineta Resort, das mit seiner Lage im Pinienwald und nahe dem Sandstrand an die Ursprünge des Ferienorts erinnert. Exzellent sind nicht nur die Zimmer und Suiten, die sich teils im historischen „Casa Madra“ befinden. Auf hohem Niveau rangieren auch die Restaurants, für deren Konzept der Michelin-Sterne-Koch Andrea Ribaldone verantwortlich ist.

Wer sich in diesem Domizil der JSH Hotels Collection einbucht, darf sich auf einen exklusiven Urlaub mit Privatstrand, Spa und Tennisplätzen nahe dem Zentrum von Milano Marittima freuen.

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