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Mit einem Nebenjob das Gehalt aufpeppen: So funktioniert’s

nebenjob

Eine ungeschriebene Verhaltensregel besagt, dass man eine Frau nie nach ihrem Alter und einen Mann nie nach seinem Einkommen fragen sollte. Die Dame ist möglicherweise schon einige Jahre älter als geschätzt, und der Gentleman hat vielleicht tadellose Manieren, aber kein gefülltes Bankkonto.

In diesem Fall kann ein Nebeneinkommen attraktiv sein, insbesondere eines, das sich quasi “nebenbei” verdienen lässt. Wir stellen einige attraktive Nebenjobs vor, die wahlweise einen guten Verdienst versprechen, die sozialen Kompetenzen schulen oder das persönliche Karma verbessern.

Der rechtliche Rahmen

Prinzipiell gilt, dass neben dem Hauptberuf beliebig viele Mini- bzw. 450-Euro-Jobs, ausgeübt werden dürfen. Jeder, der neben einer Vollzeitstelle Geld aus mehr als einem Minijob verdient, muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass dafür Lohnsteuer fällig wird, sofern der Gesamtverdienst aus allen Nebenjobs mehr als 450 Euro beträgt – und zwar in der Steuerklasse 6. In dieser gibt es keinerlei Frei- oder Pauschbeträge.

In diese unbeliebteste aller Steuerklassen werden auch all diejenigen eingruppiert, die mit einem einzigen Nebenjob schon mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Nur wenn der Verdienst aus dem geringfügig entlohnten Job unter diesem Wert liegt, ist er steuerfrei.

Diese Regelungen gelten auch für freiberufliche Tätigkeiten; der Gewinn aus diesen wird in der Einkommensteuererklärung gesondert angegeben. Sofern im Arbeitsvertrag vereinbart, muss der Hauptarbeitgeber über die Nebentätigkeit informiert werden.

Lohnenswerte Nischen für den Nebenverdienst

Es gibt zahlreiche, mitunter auch unkonventionelle Möglichkeiten, sich etwas dazuzuverdienen. Manchmal mündet der Nebenverdienst, der eigentlich nur als “Taschengeld” gedacht war, sogar in einer Vollzeitstelle. Folgende Möglichkeiten bringen nicht nur den einen oder anderen Euro, sondern können auch richtig Spaß machen:

  • Studienteilnehmer:
    Wer studiert hat, weiß, dass es in einigen Studiengängen Pflicht ist, Versuchspersonenstunden zu sammeln. Vor allem in den psychologischen und sozialwissenschaftlichen Studiengängen werden jedes Semester zahlreiche Experimente durchgeführt, für die Menschen jeder Altersgruppe gesucht werden.

    Es empfiehlt sich daher, regelmäßig die Websites der entsprechenden Fachbereiche zu besuchen oder die Jobbörsen von Universitäten oder Forschungsinstituten zu durchforsten. Je nach Aufwand kann man pro Studienteilnahme mit bis zu mehreren Hundert Euro rechnen.

  • Produkttester:
    Die meisten Produkttester verdienen zwar nicht viel, sie dürfen aber das getestete Produkt am Ende oft behalten. Die Bandbreite reicht vom Mystery-Shopper bis zum App-Tester. Mitunter erhält man das Geld bar auf die Hand.
  • Kassierer:
    Lidl, Aldi und Co. bieten Jobs als Wareneinräumer oder Kassierer oft auf Stundenbasis an. Mit einem Durchschnittslohn von knapp 11 Euro pro Stunde ist ein solider Nebenverdienst möglich.
  • Eigenen Besitz vermieten:
    Während der Urlaubszeit die Wohnung auf Airbnb, in Herbst und Winter das Wohnmobil auf Plattformen wie Campanda anbieten – das bringt mitunter richtig Geld in die Kasse und trägt zu einem nachhaltigen, ressourcenschonenden Lebensstil bei.
  • Inventur:
    Jedes Geschäft führt mindestens einmal im Jahr eine Inventur durch. Insbesondere große Warenhäuser, Baumärkte und Möbelgeschäfte benötigen hierfür oft zusätzliche Helfer. Einfach auf entsprechende Aushängeschilder achten oder an der Kasse nachfragen.
  • Nachhilfe geben:
    Nachhilfeunterricht geben ist nicht nur ein spannender und lukrativer Nebenverdienst für Schüler und Studenten. Wer in einem Fachgebiet – etwa Fremdsprachen, Mathematik oder IT – fit ist und gerne jungen Menschen etwas beibringen möchte, kann als Nachhilfelehrer arbeiten.
  • Blut spenden:
    Blut spenden ist sicherlich nicht für jeden etwas und auch der Verdienst hält sich letztlich in Grenzen. Dafür gibt es das gute Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles getan zu haben.

Bildnachweis: Thinkstock / jacoblund


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