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Oldtimer: Das sollten Gentlemen beim Kauf beachten

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Kaum gibt es die ersten warmen Tage des Jahres, zieht es Oldtimerbegeisterte mit ihren edlen Wagen wieder auf die Straße – Verdeck runter, Sonnenbrille auf und entspannt im offenen Mercedes Benz SL 300 die Landstraße entlang fahren!

Das hat Stil und macht Spaß, erfordert aber vor dem Kauf umfassende Recherchen und Know-how. Unser Ratgeber verrät, was moderne Gentlemen alles wissen müssen.

Welches Fahrzeug soll es sein? Diese Klassiker sorgen stilvoll für Aufsehen!

Ein alter Käfer mag Charme haben. Auch ein Bully kann – schön restauriert – so manches nostalgische Gefühl wecken. Doch für einen echten Gentlemen kommt als Freizeit- und Liebhaberstück nur ein Sportwagen in Frage. Fahrzeuge wie der legendäre Mercedes Benz SL 300, ein Jaguar E-Type oder ein Porsche 911 bieten mehr Fahrvergnügen und machen auf der Straße einiges her – bewundernde Blicke sind garantiert.

Dabei wirken klassische Sportwagen der 1950er- und 1960er-Jahre deutlich stilsicherer als die futuristisch anmutenden Lamborghinis und Ferraris der 1970er und 1980er. Solche Boliden machen zwar ebenso viel Spaß, erwecken aber schneller den Eindruck, eher Selbstzweck zum Protzen denn ein gehegtes Liebhaberstück zu sein. Viel Geld müssen Sie dennoch in die Hand nehmen – was uns zum nächsten Punkt führt.

Sorgfältig Preise und Anbieter recherchieren

Begehrte Sportwagen sind in gutem Zustand kostspielig, doch der Aufpreis zahlt sich letztlich bei den Instandhaltungskosten aus. Insbesondere wer selbst wenig Ahnung von Autos hat, sollte sich gewissenhaft in die Materie einlesen, viele Angebote vergleichen und auf keinen Fall Hals über Kopf ein zweifelhaftes Fahrzeug kaufen.

Ein Oldtimer in schlechtem Zustand kostet nicht nur Geld, sondern auch Nerven – im schlimmsten Fall ist es sogar gefährlich, sich mit den schrottreifen Boliden noch auf die Straße zu wagen. Daher gilt es, nach der Wahl des Fahrzeugs zunächst Details zu lernen, Kontakte in der Szene zu knüpfen, spezialisierte Magazine und Websites zu wälzen und sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Neben den gängigen Fahrzeugbörsen sind spezialisierte Portale wie Classic Trader in der Regel die erste Anlaufstelle.

Einsteiger sollten nur bei renommierten Händlern kaufen

Am besten wendet man sich beim Kauf an renommierte Händler, die auf den Oldtimerhandel spezialisiert sind und die gesetzliche Gewährleistung geben müssen. Demgegenüber sollte man von sogenannten Verkäufen “im Kundenauftrag” Abstand nehmen. Götz Knoop vom Deuvet, dem Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V., erklärt dem Manager Magazin: “Diese Konstellation dient in der Regel dazu, Gewährleistungsansprüche auszuhebeln”.

Beim Besichtigen des Wagens sollte man das Fahrzeug genauestens unter die Lupe nehmen und in jedem Fall eine Probefahrt machen. Auch lohnt es sich bei den kostspieligen Oldtimern, ein etwa 100 bis 150 Euro kostendes Kfz-Gutachten von einem Sachverständigen anfertigen zu lassen. Laut eines Ratgebers von CosmosDirekt bieten einen solchen Service bundesweit der “ADAC, Dekra, diepruefer.de, TÜV und KÜS” an.

Zum einen bekommt man so verlässliche Informationen, zum anderen kann man durch den Vorschlag, ein solches Gutachten erstellen lassen zu wollen, die Seriosität des Verkäufers ausloten. Lehnt dieser ab, schaut man sich besser nach einem anderen Fahrzeug um.

Grundsätzlich sollte man zur Probefahrt und Begutachtung niemals allein erscheinen und, falls einem selbst das nötige Fachwissen fehlt, wenn keinen Gutachter, dann zumindest einen sachverständigen Bekannten mitnehmen. Auf keinen Fall sollte man sich ein Fahrzeug ohne Papiere andrehen lassen – denn durch den Kauf eines gestohlenen Fahrzeugs wird man nicht zum Besitzer!

Weitere Informationen erhalten ADAC-Mitglieder in dem in der Oldtimerszene beliebten Ratgeber des Automobilclubs. Der 180 Seiten umfassende Band ist für Mitglieder in allen Geschäftsstellen kostenlos erhältlich. Kapitelweise Einblicke gibt es auf der Website des ADAC.


Bildnachweis: Thinkstock / MariuszBlach


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