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Radwechsel und Öl-Check – Moderne Männer kennen sich aus

Reifen wechseln

Einen Oldtimer restaurieren, die BMW-Limousine selbst reparieren oder einer Frau mit dem liegengebliebenen Auto am Straßenrand helfen – der moderne Mann weiß, wie man es macht. Allerdings schwächelt der eine oder andere, wenn es darum geht, die Basics der Nothilfestellung am Straßenrand zu beherrschen.

Damit nichts schief geht und sich der moderne Gentlemen ganz von seiner hilfsbereiten Seite zeigen kann, werden im Folgenden die Basics von Radwechsel und Öl-Check erklärt.

Radwechsel – So einfach geht´s!

Der Reifenwechsel macht nicht viel Arbeit, wenn man weiß, wie er richtig geht. Als erstes sollte man das Warndreieck in etwa 50 Metern Abstand innerorts und in 100 Metern Abstand außerorts aufstellen. Dann muss die Handbremse angezogen und der Gang eingelegt werden, damit das Auto während der Montage nicht wegrollt. Bei Automatikgetrieben wird der Wählhebel auf “P” gestellt. Als nächstes sollten alle Werkzeuge bereitgelegt werden. Wer nicht weiß, wo sich der Wagenheber befindet, kann schnell einen Blick in die Bedienungsanleitung des Wagens werfen.

Anschließend werden die Radkappen (sofern vorhanden) mit der Spitze des Radmutternschlüssels entfernt und die Radmuttern etwa eine halbe Umdrehung gelöst. Danach setzt man den Wagenheber an der vorgesehenen Stelle an. In der Bedienungsanleitung steht, wie der Wagenheber benutzt wird. In der Regel wird er an den sogenannten Aufnahmepunkten angesetzt. Die Stellen sind meistens durch Markierungen wie Pfeile auf der Unterseite des Wagens gekennzeichnet. Der Wagenheber wird dann im Uhrzeigersinn gespreizt, sodass sich das Auto anhebt. Der Wagen ist hoch genug, wenn sich das Rad mit zwei Fingern leicht drehen lässt.

Jetzt werden die Radmuttern vollständig gelöst und das Rad abgezogen. Das neue Rad (in vielen Fahrzeugen befindet sich im Kofferraum ein Reserve- oder Notrad) kann nun aufgesetzt werden. Anschließend schraubt man alle Radmuttern handfest und lässt das Fahrzeug mithilfe des Wagenhebers nach unten. Danach werden die Radmuttern festgezogen. Wichtig dabei ist, über Kreuz vorzugehen, damit das Rad gleichmäßig und fest sitzt. Zum Schluss wird das Werkzeug wieder an seinem Platz verstaut.

Selbstverständlich darf man nicht vergessen, das Warndreieck wieder einzusammeln. Wie der Radwechsel im Detail funktioniert, wird in diesem Video noch einmal anschaulich erklärt.

Motoröl checken und nachfüllen

Wenn ein Auto am Straßenrand stehen bleibt, kann die Ursache falsches oder fehlendes Motoröl sein. Ist es zum Beispiel draußen sehr kalt und das Öl zu dickflüssig, gelangt es nicht mehr in ausreichender Menge an die Schmierstellen. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden führen. Ob ein Defekt am Motor vorliegt, erkennt man an der Farbe des Motoröls. Im Normalfall ist das Öl hell, die genaue Farbe hängt von der Ölmischung ab. Schwarzes Öl jedoch ist entweder veraltet – dann muss es ausgewechselt werden – oder es ist ein Zeichen für einen deutlich verschmutzten und wahrscheinlich defekten Motor.

Kontrolliert werden Öl und Ölstand mit dem Ölmessstab im Motorraum. Dieser wird herausgezogen und mit einem fusselfreien Tuch gesäubert. Anschließend wird der Stab wieder in seine Halterung gesteckt und erneut herausgezogen. Das Öl auf dem Stab sollte zwischen der Minimal- und der Maximalgrenze enden.

Befindet sich das Öl unterhalb oder nahe der Minimalmarkierung, muss Motoröl nachgefüllt werden. Doch welches Öl ist das richtige? Normalerweise befestigt die Werkstatt nach dem Ölwechsel ein kleines Schild im Motorraum, auf dem die verwendete Ölsorte vermerkt ist. Ansonsten enthält das Handbuch des Autos Angaben zu den zugelassenen Ölvarianten.

Auch auf einigen Ölverpackungen sind die wichtigsten passenden Fahrzeugtypen vermerkt. Damit der Motor keinen Schaden nimmt, ist nämlich die passende Viskositätsklasse oder auch Fließeigenschaft des Öls entscheidend. Einige Informationen zu diesem Thema sowie verschiedene Motoröle findet man unter anderem auf dieser Seite.

Ist das richtige Öl gefunden, wird es langsam (!) und ohne zu kleckern nachgefüllt. Die Öffnung für den Öltank befindet sich auf dem Motor. Sie ist mit einem Deckel verschlossen, auf dem das internationale Ölzeichen abgebildet ist. Beim Nachfüllen sollte niemals der gesamte Flascheninhalt hineingegeben werden.

Besser ist es, sich langsam an den Maximalstand heranzutasten, indem man zwischendurch immer wieder mit dem Ölstab den aktuellen Stand misst. Hat der Ölstand beinahe die Maximalgrenze erreicht, schraubt man den Deckel wieder auf die Öffnung. Am Ende sollte man den Bereich um die Öffnung herum noch einmal mit einem saugfähigen Tuch oder Lappen reinigen, damit keine Öltropfen im Motorraum zurückbleiben.

Kleiner Tipp: Wenn möglich, sollte das Auto zum Check gerade stehen und das Motoröl Betriebstemperatur (90 °C) haben. Das heißt, dass der Ölstand am besten knapp 5 Minuten nach einer Fahrt gemessen wird. Weitere Tipps rund ums Motoröl gibt es in diesem Video.


Bildnachweis: Thinkstock / Ivanko_Brnjakovic


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