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Ran an die Töpfe – der moderne Gentleman kocht selbst!

Küche Männer

Stetig flattern Broschüren vom Pizza-Service, Imbiss oder Asia-Restaurant ins Haus. Ein Anruf genügt, schon ist der Tisch abwechslungsreich gedeckt, denn zwischen Schnitzel und Sushi lässt sich inzwischen alles ordern. Wer bislang nicht zu den Helden am Herd zählt, greift häufig zur Datensammlung an der Pinnwand.

Dennoch ist klar: Die gelieferten Schlemmereien zählen selten zur gesunden Ernährung. Von kulinarischen Feuerwerken kann ebenso nicht die Rede sein, wenngleich die Beschreibungen es nahelegen. Das ist natürlich nicht bei jedem Lieferdienst der Fall, denn aus eigenen Erfahrungen können wir sagen, es gibt auch wirklich Gute!

Ansporn zum kulinarischen Update

Wer bislang einen Bogen um die moderne Küche schlägt, hat Respekt vor dem fremden Terrain und der scheinbar hohen Kunst des Kochens. Zugleich genügt ein Blick ins Nachmittagsprogramm, um als unkundiger Gentleman beschämt zu Boden zu blicken.

Inzwischen ist es nicht mehr ungewöhnlich, dass Kids im Grundschulalter feinste Delikatessen auf den Teller zaubern. Solche Beobachtungen dürfen nicht dazu verleiten, die fortgeschrittenen Disziplinen am Kochtopf als kinderleicht einzustufen. Allerdings zeigt der talentierte Nachwuchs, dass die Grundfertigkeiten leicht zu lernen sind.

Level 0: die Frischetheke entdecken

Wenn der heimische Kühlschrank bislang nur Getränke und Käse fürs Frühstück beheimatet, empfiehlt sich das Sortiment gehobener Fertigprodukte für den Einstieg. Inzwischen sind die Kühlregale im Supermarkt mit Spezialitäten bestückt, mit denen auch talentfreie Zeitgenossen ein genussvolles Dinner auf den Tisch zaubern.

Exemplarisch: Gemischte Salate gibt es fertig geschnipselt in der Gemüseabteilung und ergeben mit dem preislich höher angesiedelten Gourmet-Dressing einen leckeren Vitaminschub.

Es genügt ein Griff zum zypriotischen Grillkäse Halloumi, der sich ohne jegliche Kenntnisse in der Pfanne anbraten lässt, um den Salat zur mediterranen Vorspeise aufzuwerten. Delikat gefüllte Nudeltaschen mit einem frischen Pesto aus der Spezialitätenecke setzen das gehobene Fast Food-Spektakel gelungen fort.

Dank der Backmischung für Brownies und dem Vanilleis aus der Packung steht zum krönenden Abschluss ein kalt-warmer Dessert auf dem Tisch. Die Quintessenz dieses Versuchs ist phänomenal: Obwohl die Kunst des Kochens nur sanft tangiert wurde, schmeckt das Arrangement besser als lauwarmes Fertigfutter vom durchschnittlichen Lieferservice. Diese Erfahrung spornt dazu an, mehr über die Materie zu erfahren.

Support für die Basics

Üblicherweise neigen Einsteiger in diesem Moment zum Kauf eines Kochbuchs. Dieser Gedanke ist keineswegs verkehrt. Doch selbst einfache Gerichte sind für blutige Anfänger mit Stolperfallen gespickt, was desillusionierend sein kann. Wer sich ein zügiges Upgrade wünscht, bekennt Farbe und organisiert ein Trainingslager für die Basics.

Es ist keineswegs altmodisch, einen Wochenend-Koch-Workshop an der Volkshochschule anzupeilen. Wer es diskreter mag, hält nach einem privaten Coach Ausschau. Gelernte Köche bieten Kurse in den eigenen Küchen der Kochanfänger an. Der Clou: Ist das Eis erst einmal gebrochen und der Unterschied zwischen braten, schmoren und dünsten klar, ergeben sich komplexere Handgriffe wie von selbst.

Et voilà: Der begehrten Weiblichkeit wird ein virtuoser Hobbykoch auf dem Silbertablett serviert. Derart köstlichen Extras können Frauen nur selten widerstehen. So können Sie Ihren Abend dann in Zweisamkeit mit einem guten Wein genießen.

Es darf aber auch der Lieferservice sein

Um noch einmal auf den Lieferservice zurückzukommen: Natürlich muss der moderne Gentleman nicht jeden Tag selbst kochen. Besonders im beruflichen Alltag ist es schwer auf Selbsgekochtes zurückzugreifen. Es ist also kein Problem wenn Sie auch einmal hier klicken und die Schaffenspause lecker genießen.


Bildnachweis: Thinkstock / iStock / Piotr Krześlak

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