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Restaurantführer Köln – Kulinarische Highlights in Kölle

Restaurants Köln

Köln ist wie kaum eine andere deutsche Stadt das Sinnbild für unkomplizierte Lebensfreude. Das hat sich noch nicht bis zu den Kellnern in den Brauhäusern herum gesprochen, denn die Köbesse pflegen traditionell einen ruppigen Ton an der Grenze zur Unfreundlichkeit. Das tut der Tatsache, dass Köln eines der besten und abwechslungsreichsten Gastronomieangebote der Republik bietet jedoch keinen Abbruch.

Restaurants in Köln

Die klassisch-rheinischen Spezialitäten sind reichlich vorhanden. Doch Vorsicht. Hinter einem halven Hahn versteckt sich in Kölle mitnichten eine fleischlastige Mahlzeit, sondern ein Roggenbrötchen mit Käse. Das wird zu jeder Tages- und Nachtzeit überall serviert.

In Deutschlands kleinster Millionenstadt gibt es aber auch eine spannende Vielfalt von Restaurants mit Küchen aus der ganzen Welt. Die bewegte Geschichte der Stadt hat für viel Kreativität an den kölschen Kochtöpfen gesorgt. Und, ähnlich wie in Wien, wenngleich die österreichische Hauptstadt hier ohne jede Frage deutlich die Nase vorn hat, gibt es in Köln eine gepflegte Caféhaustradition.

Aber auch die Haute cuisine ist vertreten: Gleich drei Zwei-Sterne-Häuser und fünf mit einem vom Guide Michelin verliehenen Stern finden sich in der Rheinmetropole.

Café Reichard mit Domblick

Schon Ende des 18. Jahrhunderts, zu der Zeit, als Napoleon in Köln einmarschierte, begann sich in Köln eine Tradition zu entwickeln, die bis heute Bestand hat. Das berühmteste Caféhaus, das es noch heute gibt besteht seit 1855 und verfügt nicht nur über einen exquisiten Ruf, sondern auch über eine Terrasse mit spektakulärem Ausblick.

Denn egal wie schön eine Location in Köln ist, ihr wahrer Wert wird doch immer nur daran gemessen, ob man von dort den Dom sehen kann. Das Café Reichard liegt zu Füßen des Doms und ist schon alleine deshalb und wegen seiner barocken Ausstattung einen Besuch wert. Selbst die sanitäre Einrichtung fehlt in keinem Reiseführer.

Geboten wird neben einer kleinen Speisenkarte mit ordentlich bis sehr gut hergestellten warmen Gerichten vor allem eine Auswahl an Confiserie-Spezialitäten der Extraklasse. Der Ausblick auf den Dom, der vielfach prämierte Kuchen, die Atmosphäre, das alles ist ein Grund, um mit dem Zug nach Köln zu kommen, auszusteigen und sich sofort in dieses Caféhaus zu setzen.

Café Reichard in Köln

  • Öffnungszeiten:
  • Täglich von 8.30 bis 20 Uhr
  • Unter Fettenhennen 11, 50667 Köln
  • Telefon: 0221/2578542
  • Homepage: www.cafe-reichard.de

Französische Küche im La Société

Es ist ein Vergnügen im kleinen und gediegenen Rahmen zu speisen, wie Gott in Frankreich. Jeden Abend haben bis zu 30 Gäste die Gelegenheit das Savoir vivre im La Société zu genießen und den Alltag bei einem kulinarischen Ausflug quer durch die französische Küche zu genießen.

Eine Reservierung ist also unbedingt erforderlich. Das Ambiente ist ebenso gehoben wie die Speisen, wer hier einen Abend verbringt sollte die eigene Garderobe geprüft und für gut befunden haben.

Die Zeiten der versnobten Oberkellner im französischen Restaurant sind dagegen – zumindest im La Société – Vergangenheit. Der Service ist zuvorkommend und kompetent, zugleich aber auf eine zurücknehmende Weise witzig und charmant.

La Société in Köln

  • Öffnungszeiten:
  • Täglich von 18.30 bis 23 Uhr (Küchenzeiten)
  • Kyffhäuserstrasse 53, 50674 Köln
  • Telefon: 0221/232464
  • Homepage: www.lasociete.info

Das kölsche Brauhaus Max Stark

Zugegeben, es ist nicht leicht, nein, es ist sogar ungemein kompliziert in Köln ein Brauhaus als besonders besuchenswert herauszuheben. Eigentlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt zu viele gute. Dennoch sei hier eines exemplarisch für andere genannt.

Bei Max Stark dreht sich alles ums Kölsch, genauer ums Päffgen. Dazu gibt’s gigantische Portionen zum anständigen Preis. Und vor allem gibt’s viel frische Ware in der Küche. Alles in allem also das, was sich ein Gast im besten Falle von einem Brauhausbesuch in Köln verspricht.

Hinzu kommt die sehr gute zentrale Lage, nur einen kurzen Spaziergang entlang des Rheins vom Dom entfernt.

Brauhaus Max Stark in Köln

  • Öffnungszeiten:
  • Täglich ab 11 Uhr
  • Unter Kahlenhausen 47, 50668 Köln
  • Telefon: 0221/2005633
  • Homepage: www.max-stark.de

Das kölsche Brauhaus Pütz

Am anderen Ende der Altstadt, ganz in der Nähe zum Rudolfplatz, ist ein weiteres kölsches Brauhaus über die Jahre zu einer Institution geworden. Im Pütz finden sich viele echte Kölner, trotzdem gibt es hier entgegen der Köbes-Tradition recht viele freundliche Worte vom Köbes. Ein Besuch im Pütz kann nie verkehrt sein. Zumindest nicht dann, wenn man großen Hunger und Durst und Lust auf gesellige Stunden mitbringt.

Brauhaus Pütz in Köln

  • Öffnungszeiten:
  • Täglich ab 16.30 Uhr
  • Engelbertstraße 67, 50674 Köln
  • Telefon: 0221/211166
  • Keine Homepage

Die kölscheste aller Kölschkneipen: Lommerzheim

Nein, ein Wasser sollte hier nun wirklich niemand bestellen, der nicht ernsthaft vorhat sich ein wenig frisch zu machen. Das „Lommi“ gehört zu Köln-Deutz ungefähr so wie die Berge zu den Alpen oder das Grün zur Wiese. Von 1959 bis 2004 sorgte hier Wirt Hans Lommerzheim für florierende Geschäfte und einen sich bis heute entwickelnden Kultstatus.

Unvergessen seine Antwort ans Weiße Haus, das den Besuch des US-Präsidenten Bill Clinton ankündigte, aber verlangte, dass die Stammgäste außen vor bleiben sollten: „Nä, dat jeiht nit!“, soll Lommerzheim geantwortet haben und es blieb sein letztes Wort.

Nach einigen Jahren der Schließung ist das Lommi längst wieder geöffnet und – sogar zum vielleicht ersten Mal überhaupt dabei renoviert worden. Noch heute wirkt es von außen wenig vertrauenserweckend. Doch es ist noch immer eine Kneipe, die jeder Kölnbesucher kennen muss. Das gut bürgerliche Essen ist von empfehlenswerter Qualität.

Gaststätte Lommerzheim in Köln

  • Öffnungszeiten:
  • Siegesstraße 18, 50679 Köln
  • Telefon: 0221/814392

Eine Klasse für sich: Le Moissonnier

Ein Restaurant der Spitzenklasse erkennt man an den guten Bewertungen und honorablen Auszeichnungen. Keine Frage. Oder auch daran, dass die Inhaber es verstehen uns Gäste lukullisch und atmosphärisch in eine andere Welt zu entführen.

Das Le Moissonnier ist dabei das vielleicht französischste Restaurant östlich von Straßburg. Hier ist jeder Gang ein Spaziergang durch alle Geschmacksfelder, jeder Bissen eine Exkursion in die tiefsten Tiefen der Erlebbarkeit. Dabei gleicht die Zusammenstellung der einzelnen Gänge oftmals einem Griff in die Wunderkiste.

Auf einzigartige Weise kreiert die Küche hier aus vielen, vielen Zutaten ein stimmiges Ganzes. Kein Wunder, dass der Guide Michelin zwei Sterne brauchte, um diese Kreativität entsprechend zu würdigen. Weitere Weihen sind nicht ausgeschlossen.

Die Vielfalt ist dabei manchmal von herausfordernder Üppigkeit geprägt, doch es wirkt immer so, als könne es keine erhabenere Komposition geben. Reservierungen sind hier selbstverständlich Pflicht.

Le Moissonnier in Köln

  • Öffnungszeiten:
  • Di. bis Do. von 12 bis 15 Uhr und von 18.30 bis 24 Uhr
  • Fr. und Sa. von 12 bis 15 Uhr und von 19 bis 24 Uhr
  • Ruhetage Sonntag und Montag
  • Krefelder Strasse 25, 50670 Köln
  • Homepage: www.lemoissionnier.de

Bildnachweis: Thinkstock / iStock / SeanPavonePhoto

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