Uhren

Rolex Uhren – Die Uhr, die jeder haben will

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„Der Name tönt gut, ist leicht zu behalten und wird in allen europäischen Sprachen gleich ausgesprochen.“ So soll sich Hans Wilsdorf 1945 daran erinnert haben, wie er sich knapp 40 Jahre zuvor als junger und findiger Geschäftsmann einen Markennamen einfallen ließ, der heute international für Luxus, Hochwertigkeit und höchste Handwerkskunst steht: Rolex. Die vielleicht legendärste aller Uhrenmarken überhaupt ist ein Synonym für edle Uhren.

Rolex Uhren

Kaum ein Mann, der nicht schon davon geträumt hat eine Rolex Armbanduhr am Handgelenk zu tragen. Die Kehrseite dieses legendären Rufes ist, dass Rolex heute die meistgefälschte Uhrenmarke der Welt ist.

Alles fing mit dem Pioniergeist des 24-jährigen Wilsdorf aus dem oberfränkischen Kulmbach an, der zu 1905 damit begann, in London importierte Uhren zu verkaufen. Da es üblich war, dass Uhren mit dem Namen des Verkäufers bezeichnet wurden, kam Wilsdorf auf die Idee mit dem Namen Rolex. Der Vertrieb blühte, bis im Ersten Weltkrieg die Importsteuer so stark anstieg, dass kein Gewinn mehr zu machen war.

Das Unternehmen Rolex, die erste Uhrenmarke, deren Name auf dem Ziffernblatt stand, wurde nach Biel in die Schweiz, später nach Genf verlagert. Die Uhrwerke werden eingekauft, doch die Ideen sind die eigenen. Hans Wilsdorf träumt davon, dass Männer, ein zu der Zeit noch tollkühner Gedanke, vermehrt Armbanduhren tragen sollen. Schon 1910 erhielt eine Rolex das weltweit erste offizielle Chronometerzertifikat für Armbanduhren.

1914 verleiht das britische Kew-Observatorium einer Rolex als erster Armbanduhr den Präzisionsgangschein der Klasse A. 1926 steigt Rolex spätestens in den Olymp der Haute Horlogerie auf und stellt die erste wasser- und staubdichte Armbanduhr der Welt vor. Seitdem ist der Name Oyster untrennbar mit der Marke Rolex verbunden. Denn 1927 wagt die englische Schwimmerin Mercedes Gleitze die Durchquerung des Ärmelkanals. Nach zehn Stunden musste sie erschöpft aufgeben, doch ihre Rolex hatte den eindrucksvollen Test bestanden. Die Geschichte der Uhr ging um die Welt. Vier Jahre später lässt sich Rolex den ersten automatischen Aufzugsmechanismus im Perpetual-Uhrwerk patentieren.

Bis heute ist diese Erfindung das Herzstück jeder modernen mechanischen Uhr mit automatischem Aufzug. Die nächste Innovation lässt nicht lange auf sich warten: 1945 wird mit der Datejust der erste Armbandchronometers mit automatischem Aufzug, der das Datum in einem Sichtfenster auf dem Zifferblatt anzeigt, vorgestellt. Bis 1947 verkauft Rolex 100.000 Chronometer. Ab den 1950er Jahren entwickelte Rolex dann Uhren für alle Extremsituation als Instrument für Tiefseetaucher, Militärflieger oder Bergsteiger.

Rolex Armbanduhren – Kollektionen für Herren

Rolex ist der verkaufsstärkste Hersteller von Luxusuhren. Die zurückhaltende Modellpolitik, fast alle erhältlichen Modelle gibt es bereits in sehr ähnlicher Form seit Jahrzehnten auf dem Markt, kommt bei den Kunden an. Bei Rolex geschehen Veränderungen immer langsam und sind fast ausschließlich technischer Natur. Gerade einmal 125 Herrenmodelle listet die offizielle Website der Uhrenmanufaktur auf. Bestes Beispiel dafür, wie die Identität einer Uhr über viele Jahre gewahrt bleibt ist die Oyster-Kollektion.

Rolex Oyster

Seit der Lancierung der ersten Oyster ist diese sportlich-elegante Uhr das Maß aller Dinge. Die Gehäuse der Oyster werden aus einem massiven Edelstahlblock gefräst und sind mit verschraubtem Gehäuseboden und verschraubter Krone versehen. Der klangvolle Name wird dabei auch für das bekannte Gliederarmband, das Oyster-Band, genutzt. Zur Oyster-Kollektion gehören die Reihen Datejust I und II sowie Day-Date I und II mit ausgeschriebenem Wochentag auf dem Ziffernblatt.

Rolex Oyster Professional

Seit weit über einem halben Jahrhundert tauchen die Oyster Professional-Uhren mit ihren Besitzern in die Tiefen der Meere, steigen auf die höchsten Berge und dienen den schlauesten Köpfen. Der 1963 eingeführte Cosmograph Daytona wurde speziell für die Ansprüche von Rennfahrern hergestellt. Mit der Tachymeterlünette können Geschwindigkeiten von bis zu 400 Meilen gemessen werden. Die Rolex Deepsea ist bis zur unglaublichen Tiefe von 3900 Metern wasserdicht. Die Explorer ist eine Hommage an die Erstbesteigung des Mount Everest 1953, bei der das Forschungsteam mit Rolexuhren ausgestattet war, die Explorer II ist zudem mit 24-Stunden-Zeiger ausgestattet.

Die 1955 vorgestellte GMT-Master II erlaubt sogar das sekundengenaue Ablesen von drei Zeitzonen gleichzeitig und wurde einst für Linienpiloten gefertigt. Den Widerspruch zwischen präziser Zeitmessung und magnetischen Feldern, wie sie in der Wissenschaft häufig benötigt werden, hebt die Milgauss auf. Sie hält bis zu 1000 Gauß stand. Das Modell Submariner Date ist ein zuverlässiger Begleiter für Liebhaber der Unterwasserwelt. Die 1953 vorgestellte Submariner war die erste Armbanduhr, die bis 100 Meter wasserdicht war. Heute kann sie sogar, egal ob mit oder ohne Datumsanzeige, bis 300 Meter mitgenommen werden.

Die Yacht-Master eignet sich mit ihrem kleinen, nicht störenden Gehäuse für Segelsportler, die größere Yacht-Master II verfügt über eine Weltneuheit: Einen programmierbaren Countdown mit mechanischem Speicher.

Rolex Sky-Dweller

Gleich 14 Patente wurden eingetragen, ehe die Sky-Dweller 2012 auf den Markt kam. Weltreisende können gleichzeitig zwei Zeitzonen sowie einen Jahreskalender, der den Verlauf der Monate anzeigt, ablesen.

Rolex Cellini

Seit Ende der 1960er Jahre gibt es die Cellini-Serie, in der auch andere Modellreihen wie die Midas aufgegangen sind. Sie ist eine Hommage an Benvenuto Cellini, den Bildhauer und Goldschmied der Päpste. Zur klassisch-eleganten Cellini-Kollektion zählt auch die Neuauflage der Prince, die von 1928 bis Ende der 1940er Jahre bereits hergestellt wurde. Die Doctor’s watch mit großem separaten Sekundenzeiger auf dem rechteckigen Ziffernblatt war schon während ihrer ersten Auflage für hohe Präzision berühmt.

Persönlichkeiten vertrauen auf Rolex

Seit über 30 Jahren ist Rolex offizieller Zeitnehmer des Tennisturniers von Wimbledon. Aber schon seit rund 100 Jahren tragen große Persönlichkeiten Uhren made by Rolex. Darunter

  1. Winston Churchill
  2. Dwight D. Eisenhower
  3. Martin Luther King
  4. Andy Warhol

Zudem ist Rolex aktiv im Sportsponsoring, unterstützt eine eigene Rennserie in den USA. Zu den aktuellen Markenbotschaftern gehören Roger Federer und Carlo Janka.

Im Besitz einer Stiftung

Rolex gehört heute der Hans-Wilsdorf-Stiftung, die der 1960 gestorbene kinderlose Firmengründer noch zu Lebzeiten eingerichtet hatte. Die Stiftung verleiht jährlich einen hochdotierten Preis an Menschen, die sich um die Philanthropie verdient gemacht haben oder an Forscher und Wissenschaftler. Rolex unterhält eines der größten Händlernetze von Herstellern hochwertiger Uhren weltweit, das einen umfassenden Kundenservice garantiert. Über kaum eine Uhrenmanufaktur ist so viel Literatur erschienen und gibt es so viele privat gepflegte, teils sehr aufwändige und umfangreiche Internetseiten. Glückliche Besitzer von Rolex-Uhren können auch hier eine Menge zum Unternehmen erfahren.

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