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Der Schuhgrößen Guide für Herrenschuhe inkl. Größentabelle

Herrenschuhe Guide

Die eigene Schuhgröße kann nahezu jeder Erwachsene nennen. Allerdings fußt dieses Wissen meist auf einen Erfahrungsschatz beim Anprobieren. Generell spricht nichts gegen dieses Prinzip. Für die treffende Wahl und die Gesundheit ist es aber interessant, die korrekten Maße zu kennen und mit den bisher gewählten Konfektionsgrößen zu vergleichen.

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Schuhgröße – Auf welche Maße kommt es an?

Wer einst einen Oxford oder Derby benötigte, wendete sich an den Schuster. Dieser fertigte eine Schablone an und stellte ein Unikat her.

Inzwischen konkurrieren standardisierte Modelle verschiedenster Marken miteinander und präsentieren sich als umfangreiche Auswahl im Fachgeschäft.

Die Vielfalt hat etwas für sich. Mal hat der Stil des einen Designers, mal die Kollektion der anderen Schuhmarke die Nase vorn. Bei Pauschalisierungen kommt es jedoch immer zu einem Informationsverlust.

Im Vordergrund steht bei den Schuhgrößen die Länge. So wird bei einem Herrenmodell der Nummer 42 von 26,5 cm zwischen Hacke und Spitze ausgegangen. Ein Blick auf die Füße genügt für die Feststellung: Diese Angaben sind sehr minimalistisch.

Tatsächlich spielen weitaus mehr Charakteristiken eine Rolle:

  • Breite der Hacke
  • Breite des Fußballens
  • Beugung der Fußsohle
  • Ausprägung der Hacke
  • Form des Spanns

Schuhweiten und Zwischengrößen

Renommierte Hersteller staffeln die Kollektionen zusätzlich in halbe Größen und bieten verschiedene Schuhweiten an. Bei der Herrenschuhgröße 42 gelten 23,5 cm bis 24 cm als normale Weite. 22,5 cm werden als besonders schmal eingestuft. 26,5 cm gelten als starke Überweite. Zumindest ist dies die Annahme bei deutschen Schuhgrößen mit einer Euronorm.

Bei den Werten der Weite und der Länge entscheiden nur Millimeter darüber, welche Nummer auf der Sohle vermerkt ist.

Daraus ergeben sich gleich mehrere Schlussfolgerungen:

  • Probleme mit den Füßen können sich daraus ergeben, dass von jeher zur falschen Größe gegriffen oder die Weite nicht berücksichtigt wird.
  • Welche Nummer sich empfiehlt, kann bei grenzwertigen Maßen von einer zur anderen Marke variieren. Anprobieren und zur Probe laufen ist besonders wichtig.
  • Wenn der Schnitt nicht zur Fußweite passt, wird sich ein Laufkomfort nicht einstellen. Sie haben dann definitiv die falsche Größe gewählt.

Wie messe ich meine Schuhgröße?

Es gibt also ein berechtigtes Interesse, den Tatsachen auf den Grund zu gehen. Am einfachsten gelingt dies mit einem professionellen Messgerät. Wer ein wenig Geduld hat und das beste Ergebniss möchte, steuert beim nächsten Stadtbummel ein renommiertes Schuhgeschäft an und nimmt die Vermessung vor. Wenn der Zeitschuh drückt, kann die Prozedur daheim vorgenommen werden.

Hilfreich ist hierfür eine Assistenz:
Die Füße werden jeweils auf ein Blatt Papier gesetzt, um eine Schablone anzufertigen. Da sich die beiden Exemplare eines Menschen unterscheiden können, sollte das Verfahren unbedingt doppelt durchgeführt werden.

Besonders wichtig: Ungefähr eine halbe bis ganze Daumenbreite wird hinzugegeben werden, da der Schuh eben nicht „wie angegossen“ sitzen sollte. Bei der Bewegung benötigt der Fuß etwas Luft zu allen Seiten.

Die Länge wird zwischen der äußersten Spitze der Zehen und der Ferse gemessen. Anhand einer Größentabelle (siehe ganz unten) lässt sich die korrekte Nummer ablesen. Wer sich der Sache widmet, kann sich bei der Gelegenheit die Konfektion anderer Systeme herausschreiben, beispielsweise:

  • EU-Größe (Deutschland): 42
  • US-Größe: 10
  • UK-Größe: 7,5
  • Japan: 28

Interessant ist eine Stichprobe. Es lohnt sich der Vergleich zwischen der Einlegesohle eines eher unkomfortablen und eines gemütlichen Schuhs aus dem eigenen Portfolio mit der Schablone. Wenn diese sehr deutlich voneinander abweichen, ging beim Kauf etwas schief.

Die Fußweite wird übrigens als Umfang gemessen. Hierfür wird das Maßband am auf der Höhe der Ballen einmal um den Fuß geführt. Weiten unterliegen keiner generellen Norm. Dennoch gleichen sich die Angaben der Hersteller von C (sehr schmal) über F (normal) bis zu K (starke Überweite)

Fußform beäugen und Nutzung bedenken

Beim Komfort kommt es neben diesen Größen auf die Formgebung des Schuhs an. Hierfür empfiehlt sich eine selbstkritische Analyse.

  • Sehr flache Füße neigen dazu, in Modellen mit viel Spielraum in der Höhe zu verrutschen. Dadurch kann es schnell zu Blasen oder Verspannungen kommen, wenn die Muskulatur den Halt im Schuh stetig unterstützt.
  • Bei einem ausgeprägten Spann fühlen sich die Füße schnell eingeengt, wenn die Schuhe sehr flach und nah an den Fußfesseln gearbeitet sind.
  • Die Schuhgröße sollte auch mit dem Design und mit der angedachten Verwendung abgeglichen werden. Während ein Modell mit auffälliger Spitze bei Untergrößen sehr vorteilhaft sein kann, wirkt der Fuß bei großen Größen merkwürdig lang.
  • Wanderschuhe benötigen Platz für etwaige Einlagen und Wollstrümpfe, andere Modelle werden ohne Socken getragen. Auch diese Details sollten bei der Größenwahl bedacht werden.

Wer sich nach eine Schuh sehnt, der rund um ästhetisch ist und perfekt zum Fuß passt, sollte Revivals im Servicebereich nutzen. Immer mehr Manufakturen besinnen sich auf die Maßanfertigung bei hochwertigen Lederschuhen.


Größentabelle – Herrenschuhe (Euro, UK, US, JP)

Euro UK JP US
39 5 24 5.5
39.5 5.5 24.5 6
40 6 25 6.5
40.5 6.5 25.5 7
41 7 26 7.5
41.5 7.5 26.5 8
42 8 27 8.5
42.5 8.5 27.5 9
43 9 28 9.5
43.5 9.5 28.5 10
44 10 29 10.5
44.5 10.5 29.5 11
45 11 30 11.5
46 12 31 12.5
47 13 32 13.5
48 14 33 14.5
49 15 34 15.5
50 16 35 16.5

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Bildnachweis: Thinkstock / iStock / r_drewek


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