Serien: The Big Bang Theory

Der Terminus “Big Bang Theory” bezeichnet im wissenschaftlichen Kontext die physikalische Theorie, welche die Entstehung der Erde durch den Urknall erklärt. Populär geworden ist der Name jedoch durch die gleichnamige US-amerikanische Fernsehserie “The Big Bang Theory”, eine Sitcom, die seit Herbst 2007 ausgestrahlt wird und seither zahlreiche Fans und Anhänger gefunden hat.

Durch “The Big Bang Theory” ist der Nerd des 21. Jahrhunderts endgültig salonfähig geworden und vom misstrauisch beäugten Sonderling zum interessanten Querkopf mit liebevollen Schrullen mutiert. Die Serien-Charaktere setzen sich aus eben jenen Jungs zusammen, die sich noch in den 90ern hinter riesigen Brillen, schrägen Pullovern und dicken Büchern versteckten und für ihre hervorragenden Leistungen in Mathe und Physik ausgelacht und verspottet wurden. Zwar baut der Plot der Serie nach wie vor auf dem Klischee des Nerds und Geeks als sozial schwer integrierbaren Sonderlings auf, er verbindet dies jedoch mit einer Liebeserklärung an Rollenspieler, Comicbuchfans und Wissenschaftsfreaks.

Die beliebtesten Nerds der modernen Fernsehunterhaltung

Die Hauptcharaktere der äußerst erfolgreichen und beliebten Sitcom, die ein breites Publikum aus ganz unterschiedlichen Altersklassen anspricht, sind die Physiker Dr. Leonard Hofstaedter und Dr. Dr. Sheldon Cooper, die sich eine Wohnung teilen und dort oft mit ihren Freunden, dem Astrophysiker Dr. Rajesh Koothrappali und dem Ingenieur Howard Wolowitz Zeit mit Comicbüchern, Rollenspielen und Filmen verbringen. Für den nötigen Sex-Appeal der Serie sorgt die blonde Nachbarin Penny, die nach seinen langjährigen Annäherungsversuchen eine ständige On-Off-Beziehung mit Leonard führt und zunehmend für die Sozialverträglichkeit “ihrer” Nerds sorgt.

Jeder der Jungs hat so seine eigenen Macken und Schrullen: Während Leonard vor allem unter seiner geringen Körpergröße leidet, Howard ein Muttersöhnchen mit einer Liebe für knallbunte enge Hosen und Rollkragenpullover ist und Rajesh nicht mit Frauen sprechen kann, ist Sheldon Cooper als der genialste und zugleich verschrobenste Wissenschaftler in der Clique der eigentliche Star der Serie. Als hochbegabter theoretischer Physiker mit zwei Doktortiteln, der den Gewinn des Nobelpreises anstrebt, fehlt ihm das Verständnis für zwischenmenschliche Beziehungen und eine tiefere Einsicht in das Sozialverhalten des Menschen. Er zeichnet sich vor allem durch zahlreiche Neurosen aus.

Das Sitcom-Format des 21. Jahrhunderts

Der Erfolg von “The Big Bang Theory” – die Serie hat bereits zahlreiche Preise gewonnen – gerklärt sich nicht nur durch die liebevoll entworfenen schrulligen Charaktere, er entsteht vor allem durch den doppelbödigen Witz der Sitcom.

Einerseits orientieren sich die Macher der Serie an Standard-Gags und einem auf Stereotypen der Serie aufgebauten Handlungsmuster, andererseits werden immer wieder wissenschaftliche und physikalische Anspielungen auf hohem Niveau eingestreut, die dem kundigen Zuschauer das eine oder andere wissende Lächeln entlocken. “Big Bang Theory” ist Unterhaltung für alle: für Wissenschaftler, für Nerds, für solche, die es werden wollen und solche, die es nie sein werden.

Und gleichzeitig repräsentieren die vier Jungs in Kalifornien die Generation des 21. Jahrhunderts: Jene Jungs, die mit Online-Rollenspielen, Apple-Produkten und einer Affinität für Computer und technische Neuerungen aufgewachsen sind, stellen in gewisser Weise Projektionsflächen für Jugendliche ebenso wie für junge Erwachsene dar und zeigen einen durchaus realistischen Querschnitt der heutigen Gesellschaft. Unterhaltung auf hohem Niveau für alle: Mit “The Big Bang Theory” gab es einen Urknall moderner Fernsehunterhaltung.

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