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Sport- und Aktivurlaub auf den Kanaren: Welche Insel für welchen Geschmack?

Surfer Gran Canaria

Das Freizeitangebot auf den Kanaren ist derart umfassend, dass sich Erstbesucher zunächst einmal orientieren müssen, welche Insel für welche Aktivitäten am besten geeignet ist. Dabei zeigt sich schnell: Jede der Insel punktet gleich mit mehreren Vorzügen, was die Entscheidung nicht unbedingt leichter macht.

Gran Canaria: von allem etwas

Gran Canaria ist nur die drittgrößte Insel der Kanaren, in Sachen Bekanntheit liegt sie jedoch weit vorne. Und das hat seine Gründe, denn wie diese Übersicht zu den Kanaren zeigt, eignet sich Gran Canaria für besonders viele Zwecke. Das gilt sowohl für den Sport als auch für alles Weitere.

Das Hinterland ist ein Mekka für Mountainbiker, auf dem Wasser sind Kitesurfer und Windsurfer gleichermaßen stark vertreten. Anfänger finden auf Gran Canaria besonders viele Surfschulen; dies ist besonders für Alleinreisende sehr praktisch, da man dort auf Gleichgesinnte trifft und schnell Anschluss findet.

Auf Gran Canaria zeigen sich sogar die positiven Effekte des Pauschaltourismus. Wer die Geschwindigkeit liebt, ohne sich selbst anstrengen zu müssen, der kommt bei den vielen Bananenboot-Anbietern auf seine Kosten. Außerdem wird das Nachtleben auf Gran Canaria besonders groß geschrieben. Playa del Inglés und Maspalomas sind nicht umsonst über die Grenzen der Kanaren hinaus so bekannt.

Teneriffa definiert den Status Quo

Eine ähnliche Vielfalt erwartet Urlauber auf Teneriffa. Die größte Kanareninsel war 2013 Austragungsort der Windsurf-WM, folglich ist Surfen die Paradedisziplin auf Teneriffa.

Doch damit noch lange nicht genug: Auf Teneriffa gibt es geschlagene 800 Touren für Kletterer, dabei werden alle Schwierigkeitsgrade und Höhenlagen abgedeckt. Anfänger wie Profis kommen gleichermaßen auf ihre Kosten.

Und natürlich kommt auf Teneriffa auch der Rutschen-Spaß nicht zu kurz. Im Jahr 2008 wurde mit dem Siam Park Europas größter Wasserpark auf Teneriffa eröffnet; neben den Hochgeschwindigkeitsrutschen ist der Park in Costa Adeje vor allem für seine Wellenanlage bekannt, die unter anderem von Profisurfern zum Training genutzt wird. Alleine im Siam Park lässt sich problemlos ein ganzer Tag verbringen, ohne dass es langweilig wird, und das gilt für alle Altersklassen.

Übrigens sind die Chancen gut, auf Teneriffa den einen oder anderen Spitzensportler zu entdecken, da das T3 Trainingszentrum in La Caleta als Anlaufpunkt für den internationalen Sport gilt. Das Zentrum kann auch von Privatpersonen genutzt werden; die modernen Trainingsmöglichkeiten in den Bereichen Schwimmen, Radfahren, Laufen und Fitness werden selbst den Ansprüchen ambitionierter Sportler mühelos gerecht.

Praktisch dabei: Die Unterbringung erfolgt in einem der Hotels in direkter Umgebung. Beste Voraussetzungen also für einen Sporturlaub der Spitzenklasse.

Fuerteventura: Strand und Wasser geben den Ton an

Fuerteventura lässt sich leicht zusammenfassen: Fuerteventura ist von allen Kanareninseln vermutlich am besten für Sonne, Strand, Meer und Wassersport pur geeignet. In beinahe allen Ferienorten gibt es Tauch- und Surfschulen, auch an hoteleigenen Sportanlagen mangelt es nicht. Fuerteventura spricht aktive Menschen auf allen Ebenen an, es ist kaum möglich, sich auf der zweitgrößten Insel des Archipels nicht fit zu halten.

Lanzarote für Wanderer: Visitenkarte des Vulkanismus

Obwohl alle Inseln der Kanaren durch Vulkanismus entstanden sind, gilt ganz besonders Lanzarote als Hotspot für Wanderer, die sich auf eine beeindruckende geologische Reise begeben wollen. Wanderer mit Entdeckungsdrang finden im Nationalpark Timanfaya das mit einer Fläche von 170 Quadratkilometern größte Lavafeld der Erde, allerdings darf dort nur in offizieller Begleitung gewandert werden.

An der Küste finden sich auch auf Lanzarote die üblichen Wassersportarten, namentlich Windsurfen, Kiten und Wellenreiten. Außerdem sehr empfehlenswert: Jameos del Agua. Architekturkunst und Natur gehen dort Hand in Hand. Das Werk des Künstlers César Manrique ist ein klares Must-See; so sehr sogar, dass es ratsam ist, in den frühen Morgenstunden dort hinzugehen, um den großen Besucherströmen zu entgehen.

La Gomera: für Freunde von Wasser und Unterwasser

Wer sich mit den Kanaren nicht besonders gut auskennt, für den ist La Gomera ein echter Geheimtipp. La Gomera ist touristisch noch nicht so erschlossen wie Gran Canaria, Lanzarote oder Teneriffa, dementsprechend viel Platz hat man für sich. Und das vor allem im Wasser, wo es die meisten Urlauber hinzieht.

Sei es beim Tauchen, beim Schnorcheln oder einfach beim Schwimmen, ist La Gomera wie geschaffen für Wasserfreunde und als Highlight obendrein kann man beim Whalewatching Wale und Delfine beobachten. Am Wetter soll es jedenfalls nicht scheitern, denn auf La Gomera werden durchschnittlich 330 Sonnentage gezählt – für den deutschen Urlauber ist alleine das Grund genug, die Kanaren zu besuchen.

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Bildnachweis: Thinkstock / BraunS


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