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Sportlich und doch elegant – so geht der Smart Casual Look

Smart Casual Look

Ist als Dresscode “Sportlich elegant” bzw. “Smart Casual” angegeben, ist alles eigentlich ganz einfach: Das Outfit eines Gentlemans sollte in diesem Fall sowohl leger als auch elegant zugleich sein.

Hier macht es die richtige Mischung. Doch welches Kleidungsstück ist zu sportlich und ab wann wird es dann doch zu gediegen? Wir erklären, wie der perfekte Smart Casual Look aussieht.

In welchen Situationen Smart Casual Look?

Unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliche Outfits. Wer sich mit seinen Freunden zum gemütlichen Grillabend am See trifft, taucht nicht im Frack auf, und wer zu einem festlichen Ball oder einer Hochzeit geladen wird, lässt die zerrissenen Jeans, die Chucks und das T-Shirt mit dem Logo der Lieblingsband im Schrank.

Während ein Angestellter in einer Bank bei der Kleiderordnung etwas weniger Spielraum hat, trägt in der modernen Online-Agentur in Berlin-Mitte manchmal selbst der Chef Shorts – zumindest, wenn kein wichtiger Kundenbesuch ansteht.

Wird der Dresscode für eine Veranstaltung im Vorfeld kommuniziert, ist die Wahl der richtigen Bekleidung eigentlich ganz einfach. Damit Sie immer angemessen gekleidet sind, erklären wir Ihnen hier, was Sie tragen können, wenn eine sportliche elegante Kleiderordnung, oder auch Smart Casual Look, gefordert ist.

Die Momente, in denen der Smart Casual Look erwartet wird, sind vielfältig und reichen von der eleganten Sommerparty über die Hochzeit bis hin zu Networking-Events oder beruflichen Abendveranstaltungen. Auch in manchen modernen Unternehmen, die mit dem klassischen Business-Outfit brechen möchten, wird nicht auf einen Dresscode verzichtet, dafür aber häufig sportlich elegante Kleidung getragen.

Casual ist nicht gleich casual und sportlich ist nicht gleich sportlich

Der Mann von Welt weiß natürlich, dass “casual nicht gleich casual” bedeutet. Während in der Freizeit die ausgelatschten Turnschuhe, das Donald-Duck-T-Shirt oder die bequeme Jogginghose noch die erste Wahl sind, so sind sie im Berufsleben ein eindeutiges No-Go.

Gleiches gilt für das Adjektiv sportlich. Ein sportlich eleganter Look meint selbstverständlich nicht das gut geschnittene Trikot des favorisierten Fußballvereins oder das luftige Jersey der Miami Heats. Selbiges gilt für die neonfarbenen Laufschuhe.

Vielmehr geht es darum, dem Business-Outfit eine angemessene Note Lässigkeit beizumengen. Nur, wie viel Lässigkeit ist überhaupt angemessen?

Die Wahl der richtigen Kleidung

Die schlechte Nachricht: Der Smart Casual Look kann durchaus etwas freier interpretiert werden und hängt somit immer ein bisschen vom Anlass ab. Die gute: eine Wissenschaft müssen Sie dennoch nicht daraus machen.

Steht beispielsweise ein Geschäftsessen auf dem Plan oder sind Sie mit der Firma außerberuflich unterwegs, bewehrt sich die legere Variante Ihrer berufsmäßigen Kleidung.

Bedeutet: Ihren Tagesanzug, auf die Krawatte kann jedoch verzichtet werden. Auch das Sakko kann, besonders bei vorzüglichem Wetter, abgelegt werden. So können Sie gleich im Anschluss an den Arbeitstag zu der Veranstaltung übergehen, ohne wie Clark Kent eine zweite Garnitur drunter tragen zu müssen.

Statt einer Anzughose können Sie auch eine andere Stoffhose, z. B. eine Chinohose, tragen. Auch Cord ist als Material keine verkehrte Wahl. Anders sieht es hingegen mit Jeans aus. Sie sind zwar kein absolutes No-Go, im Zweifel gilt aber: Lieber darauf verzichten.

Soll es jedoch unbedingt eine Jeans sein, achten sie auf einen dunklen Farbton. Verwaschen und mit Löchern machen Jeans zwar auf Rockkonzerten eine gute Figur, aber nicht bei Geschäftsessen oder Hochzeiten. Und vergessen Sie nicht den Gürtel – auch dann, wenn die Hose perfekt sitzt.

Bei der Oberbekleidung ist ein langärmeliges Hemd die sichere und gleichzeitig galante Wahl. Einfarbig, nicht grell, Muster höchstens dezent. Entscheiden Sie sich dazu, ein Sakko oder Jackett zu tragen, gilt hier das Gleiche für die Farbwahl. Ein Polohemd tut es häufig ebenfalls.

Vermeiden Sie auch hier grelle Farbtöne oder gewagte Farbkombination wie gelb-lila, schließlich gehen Sie nicht zum Fasching. Ist das Wetter wenig sommerlich, kann auch ein geschmackvoller Pullover (z. B. aus Kaschmir) getragen werden.

Auch Ihre Fußbekleidung sollten Sie nicht zu casual wählen. Zwar werden Chucks inzwischen zu fast jedem Stil getragen, dennoch sollten sie lieber zu Hause gelassen werden, besonders wenn sie bereits einen Sommer hinter sich haben.

Ansonsten haben Sie bei den Schuhen die Qual der Wahl für das sportlich elegante Outfit: Mit Stil-Klassiker wie dem Budapester machen Sie ebenso wenig falsch wie mit Loafern oder ausgesuchten Slippern.

Leder wirkt zwar in der Regel edel, ist aber keine Pflicht. Achten Sie darauf, den guten Eindruck nicht mit nachlässiger Sockenwahl zu zerstören: Tennissocken gehören auf den Tenniscourt, Snoopy-Socken zum gemütlichen Fernsehabend mit dem Herzensmensch auf der Couch.

Und sonst noch?

Die Faustregel bei Accessoires lautet ebenfalls: Weniger ist mehr. Ehering und Armbanduhr? Wunderbar, Sie haben Ihr Garderobe perfekt abgerundet.


Bildnachweis: Deagreez / iStock / Getty Images Plus


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