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Tour der Träume: Mit dem Chopper unterwegs auf der Route 66

Route 66 - Motorradreise

Die Erwartungen bei der Landung auf dem Los Angeles International Airport sind hoch. Zwei Wochen geht es mit dem Chopper durch den Westen der USA.

Der Traum eines jeden Bikers

Erstmals werden unsere Füße den Asphalt berühren, von dem alle Motorradfans träumen: die Route 66. Wie weit die Vorstellungen übertroffen werden, ahnen wir noch nicht. Rund zwei Wochen später sind Eindrücke im Gepäck, die Gesprächsstoff für mehrere Jahre liefern und kein Vergleich zu unserem Westküsten Trip mit dem Mietwagen sind.

Tempo zum Durchatmen in San Diego

Selbstverständlich waren die eigenen Bikes nicht mit im Flieger. Deshalb begegnen wir dem Cruiser (dieser Artikel hat uns sehr bei der Auswahl des richtigen Bikes geholfen), der unser Abenteuer begleiten wird, in San Diego. Einige Unternehmen haben sich auf das Mieten von Motorrädern spezialisiert und ermöglichen individuelle One Way-Touren.

Mission Beach Sunset

Mission Beach Sunset und Blick auf Downtown, San Diego California (Thinkstock / iStock / dancestrokes)

Doch bevor es soweit ist, gibt es Delfine, Eisbären und andere Meeresbewohner im Sea World zu entdecken. Achterbahnen liefern den Tempo-Kick, auf den bei der Motorradreise bewusst verzichtet wird. Schließlich geht es nicht darum, im Rausch der Geschwindigkeit die atemberaubenden Panoramen zu verpassen.

Goldige Esel in der Minenstadt

Trotz spannender Begegnungen auf der Strecke ist die Vorfreude auf Amboy groß. An diesem Meilenstein geht es auf die Route 66. Magisch sind die ersten Kilometer. Dies ist kein Traum. Tatsächlich rollt das Zweirad über eine Legende aus Asphalt.

Auffahrt Route 66

Auffahrt auf die Route 66 in Amboy (Thinkstock / iStock / kojihirano)

Via Laughlin in Nevada geht es nach Oatman. Edle Metalle sind längst nicht mehr die Hauptattraktion der einstigen Goldgräberstadt. Graue Huftiere machen die Straßen unsicher und nehmen von spendablen Touristen gerne einen Snack an. Ebenso bemerkenswert ist die urig-rustikale Atmosphäre, die zum Plaudern mit Gleichgesinnten einlädt.

Route 66

Pause auf der Route 66 (Thinkstock / iStock / cate_89)

Damit richtet sich der Fokus auf einen roten Faden der Motorradreise. Der Chopper gleicht einem Magnet für Kontakte mit Einheimischen. Wer sich zahlreiche Eindrücke jenseits der touristischen Attraktionen wünscht, kommt als Cruiser voll auf seine Kosten.

Welthauptstadt des Vergnügens

Unvergessliche Ansichten vom Grand Canyon, Perspektiven auf den Colorado und kolossale Momentaufnahmen vom 4418 Meter hohen Mt. Whitney: Faszinierende Landschaften prägen eine Tour.

Grand Canyon - Sonnenuntergang

Atemberaubender Ausblick – Sonnenuntergang am Grand Canyon (Thinkstock / Meinzahn)

Dennoch sticht eine städtische Begegnung heraus: Las Vegas. Wie aus dem Nichts erhebt sich das Mekka des Vergnügens aus dem Wüstenboden. Hier reihen sich die Superlative für beste Unterhaltung, ohne dass ein Genre unberührt bleibt.

Las Vegas

Einfahrt in die Stadt der Sünde – Las Vegas / Sin City (Thinkstock / somchaij)

Glück und Pech liegen hier ebenso nah beieinander wie die „Aaahs“ und „Ooohs“ der Besucher. Die Sehenswürdigkeiten und die Atmosphäre der City vom Bike aus erleben zu dürfen, ist unbeschreiblich. Es fällt ausgesprochen schwer, den Motor abzustellen und das Bett des Hotels aufzusuchen.

Pazifisches Finale

Nach reichlichen Wüsten-Kilometern wächst die Vorfreude auf Meilen, die von einer ozeanischen Brise begleitet sind. Nach dem Blick auf ein Meer von Orangen erreichen wir San Lous Obispo und sind begeistert. Kalifornien zeigt sich entlang dem Highway Number 1 von seiner schönsten Seite.

Surf City stachelt zu Plänen für einen US-Strandurlaub an. Für futuristische Reisephantasien bleibt allerdings nicht lange Zeit. Denn schon bald werden wieder Träume wahr: Freie Fahrt auf der Golden Gate Bridge. Willkommen am Ziel in San Francisco.


Bildnachweis: Titelbild – Thinkstock / iStock / ventdusud

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