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Vollbart-Trend: So wird aus dem Wildwuchs ein überzeugendes Styling

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Seit einigen Jahren zeichnen sich eindeutige Tendenzen ab. Spätestens im Jahr 2015 hat es sich herumgesprochen: Der Vollbart ist en vogue und sorgt für Abwechslung beim Styling der Männer. Rasiermuffel, die sich nun die Hände reiben, sollten sich aber nicht zu früh freuen. Eine überzeugende Barttracht erwartet viel Engagement bei der Pflege und den geschickten Einsatz diverser Utensilien.

Stylische Abwägungen – Typgerechte Bartform

Wer sich die Schnappschüsse von Prominenten näher betrachtet, die derzeit auf einen Vollbart setzen, erkennt schnell: Bei dem Styling-Trend geht es nicht darum, der Sache ihren freien Lauf zu lassen. Planloser Wildwuchs gehört nach wie vor nicht zum guten Stil und passt gewiss nicht zum modisch orientierten Mann. Zudem kann der Vollbart unzählige Formen annehmen, bei denen sowohl mit den Konturen als auch mit der Länge der einzelnen Sektionen gespielt wird.

Denkbar ist unter anderem eine üppige Tracht, die alle Bereiche von der Wange über die Oberlippe bis hin zum Kinn einbezieht. Andere Varianten erinnern eher an einen Drei-Tage-Bart oder führen die Koteletten kunstvoll gestutzt über den Rand des Gesichts bis zum Kinn weiter.

Obendrein können verschiedenste Styles wie Kotelettenbart, Schnurbart oder Ziegenbart miteinander kombiniert werden, sodass die Bartform einem Vollbart nahe kommt.

Auf kreative Kombinationen dieser Art sollten sich Männer mit einem runden und fülligen Gesicht besinnen, da sie für ein schlankes Erscheinungsbild sorgen. Dem entgegen sorgen Vollbärte dafür, dass schmale Gesichter etwas voller und kantige Konturen etwas harmonischer wirken. Wer sich für eine Barttracht entscheidet, sollte also zunächst seinen Gesichtsform unter die Lupe nehmen, um die positiven Effekte des Barts auszureizen und unvorteilhafte Styles zu vermeiden.

Dabei ist strategisches Denken gefragt: Alle Stellen, an denen der Bart besonders präsent ist, einen runden Schnitt oder eine scharfe Kontur aufweist, werden entsprechend akzentuiert.

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Das passende Equipment für den Vollbart

Wer nur wenig Zeit im Bad verbringt, entscheidet sich – wenn überhaupt – für einen einfache Variante des Vollbarts. Denkbar ist eine ausgeprägte Form des 3-Tage-Barts oder ein Vollbart, bei denen sich die Konturen weitgehend aus dem natürlichen Wuchs ergeben.

Bei der Pflege dieser Bärte können die meisten Handgriffe mit einem Elektrorasierer gemeistert werden, der speziell für die Bartpflege entwickelt wurde. Sobald es etwas verspielter wird, geht am klassischen Rasiermesser kaum ein Weg vorbei. Nur mit diesem Instrument lassen sich exakte und feine Konturen realisieren.

Selbstverständlich möchte der Gentleman mit seinem Erscheinungsbild nicht an einen mürrischen Einsiedler von der Alm oder rebellische Fundamentalisten erinnern. Deshalb sind einige Utensilien zum Stutzen und Ausrichten gefragt. Mit dem Bartkamm werden die Haare stets geordnet, bevor sich der Herr den Herausforderungen des Tages stellt.

Zudem wird das Equipment aus Holz oder Horn benötigt, um die Haarlänge mit der Schere regelmäßig anzupassen. Wer hierbei zum Equipment im Maneküre-Etui greift, merkt schnell: Es gibt gute Gründe für die abgerundete Spitze bei einer Bartschere.

Natürlich kann für das Stutzen ein elektrischer Bartschneider verwendet werden. Wer beim Styling aber etwas anspruchsvoller ist, gerät mit der uniformen Technik schnell an die Grenzen. Zum Beispiel kann es bei der Gesichtsform sinnvoll sein, den Bereich am Kinn etwas länger zu belassen und die Seiten sehr kurz zu tragen.

Wer nicht stetig die Einstellungen des Elektrorasierers oder die Scherköpfe wechseln möchte, greift bei diesen individuellen Styles freiwillig zu den alt bewährten Utensilien. Ebenso zügig zeigt sich, das nur exzellente Produkte von renommierten Herstellern bei der Bartpflege Freude bereiten.

Bartpflege für eine angenehmen Textur

Längst hat der gepflegte Gentleman erkannt, dass gesunde Haare der Grundstein einer schicken Frisur sind. Dementsprechend wichtig sind das geeignete Shampoo, ein Conditioner und Stylingprodukte wie Gel oder Wachs. Diese Erkenntnisse dürfen sogleich auf den Bart und die umliegenden Partien übertragen werden.

Ein Vollbart kommt nur dann zur Geltung, wenn die beteiligten Haare und die darunter liegende Haut gesund anmuten. Den Grundstein legt eine intensive und zugleich schonende Reinigung, bei der überschüssige Fette entfernt werden. Nur so können entzündete Haarwurzeln und ähnliche Irritationen vermieden werden.

Bartöle und Bart-Gels versorgen die Haare und die verborgene Haut mit Feuchtigkeit, damit diese nicht spröde und schuppig wird. Zudem erhält der Vollbart einen feinen Glanz und eine weiche Struktur, für die sich die Geliebte beim Küssen bedanken wird. Die Verwendung einer reichhaltigen Rasierseife, einem effektiven Pinsel und eines After-Shave beim Stutzen des Barts, versteht sich von selbst.

Beauty für den Bartträger

Eine Barttracht spielt mit dem Kontrast zwischen behaarten und unbehaarten Sektionen. Unwillkürlich geraten dabei auch die Gesichtspartien ins Rampenlicht, die vom Bartwuchs nicht erfasst werden. Quintessenz: Eine gepflegte Haut ist bei Männern mit Bart noch wichtiger als bei glatt rasierten Herrschaften. Deshalb möchten Unreinheiten, Rötungen, trockene Stellen oder ein öliger Film mit der passenden Kosmetik in Zaum gehalten werden.

Der Griff zur Pinzette ist ein Muss, um deplatzierte Barthaare aufzuspüren und den Augenbrauen ein Konzept zu verleihen. Je nach Bedarf steht final das Entfernen feiner Härchen auf den Wangen an. Dieser Feinschliff ist vor allem bei Männern mit ausgeprägter Behaarung und dunklen Haartypen gefragt.

Spätestens jetzt, schütteln bodenständige Herren mit dem Kopf und fühlen sich an die Kosmetiksalons der Damenwelt erinnert. Absolut richtig: Die akkurate Bartpflege ist eine Beauty-Session. Männer mit entsprechendem Styling, die sich bereits einen Besuch beim Barbier gegönnt haben, werden es bestätigen.


Bildnachweis: ©RoborDestrani / iStock / Thinkstockphotos.de


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