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Von Hallers Gin: Newcomer für Gin-Fans mit deutschen und irischen Einflüssen

Von Hallers Gin

Mit Von Hallers stellt die Hardenberg-Withen AG eine Eigenmarke vor, die sich in vieler Hinsicht vom Mainstream distanziert. Nicht nur die Aromen verleihen dem alkoholischen Getränk einen eigenständigen Charakter.

Auch die Bezüge zur heimatlichen Historie und die Kooperation mit einer kleinen Destillerie in Irland verleihen dem Gin, der auch in den FREIgeist Hotels in Einbeck und Northeim angeboten wird, seinen Charme.

Präsentiert wird die neue Linie in einer erfrischend schlichten und hochwertigen Flasche als Halbliter-Abfüllung, was bereits auf eine edle Spirituosen-Kreation schließen lässt. Selbstverständlich fordert der Wacholder seine Präsenz ein. Allerdings belässt es der Gin nicht dabei.

Schon beim Einschänken machen sich die Ingwer-Nuancen und Zitrusnoten bemerkbar, die gleichermaßen den Geschmack prägen. So verblüfft das Getränk mit einer Grädigkeit von 44 Prozent Vol aufgrund seiner komplexen Struktur, die von fruchtigen Eindrücken über florale Akkorde bis hin zu würzigen Aromen reicht.

Streifzug durch Albrecht von Hallers Botanischen Garten

Für dieses Geschmackserlebnis wagt die traditionsreiche Marke Hardenberg mit Sitz im niedersächsischen Nörten einen Ausflug in den Botanischen Garten in Göttingen. Dort werden von Hand die Zutaten gepflückt, die bei der Destillation des Gins ins Spiel gebracht werden.

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Die Ingwer-Note ist der Wasserpflanze Kalmus zu verdanken, während Zitronen-Verbene die spritzigen Noten beisteuert. Die fruchtig-süßen bis floralen Aspekte bringt eine Fuchsien-Art ein, deren botanische Bezeichnung Halleria Lucidia ist. Benannt wurde die Pflanze nach ihrem Entdecker Albrecht von Haller, der die gärtnerische Anlage in der Universitätsstadt im Jahr 1736 gründete.

Der gebürtige Schweizer lehrte an der kurz vorher gegründeten Göttinger Universität unter anderem Botanik und freute sich über einen erstklassigen Ruf als Mediziner. Deshalb erhielt der Universalgelehrte die Ehrendoktorwürde und wurde 1749 in den erblichen Adelsstand erhoben. Zugleich wurde Albrecht van Hallers als inspirierender Freigeist und für seine Dichtungen geschätzt.

Traditionelles Wissen rund um Kräuter als Novum für eine Gin-Kreation

In der Komposition des Gins spiegelt sich die heimatliche Region der Dachmarke Hardenberg ebenso wider wie das intellektuelle Know-how und der persönliche Charakter von Albrecht van Haller. Zu den bekannten Aussprüchen des Gelehrten gehört, dass die Natur keine Scherze macht.

Dahinter steht die Auffassung, dass alles Irdische aus Prozessen resultiert, die sich durch Wissbegierde aufspüren und für neue Ansätze nutzen lassen. Zu der Vision, die Carl von Hardenberg bei der Konzeption der Eigenmarke „Von Hallers“ vor Augen hatte, passt dieser Gedankengang wunderbar.

Anfang Januar 2016 stieg der Junior in das operative Geschäft des Familienunternehmens ein und war umgehend davon angetan, einen unvergleichlichen Gin ins Sortiment aufzunehmen. Nach einer kurzen Flaute liegt dieses Spirituosen-Segment wieder im Trend, sodass bei Genießern das Interesse für hochwertige Varianten des Getränks besteht.

Lediglich auf dem deutschen Markt konkurrieren rund 80 Labels in diesem Genre miteinander. Deshalb ging es nicht um die Kreation eines weiteren Gins mit klassischen Merkmalen. Carl von Hardenberg verfolgte von Beginn an das Ziel, anspruchsvollen Gin-Fans ein völlig neues und einzigartiges Geschmackserlebnis zu gönnen. Dank des Streifzugs durch Hallers Garten und der ungewöhnlichen Kräuter ist diese Mission gelungen.

Göttinger Kräuter, irische Destillation

Zur Aktiengesellschaft Hardenberg-Wilthen gehören eine ganze Reihe populärer Eigenmarken wie der legendäre Korn mit dem Keiler oder das kultige Danziger Goldwasser, die seit vielen Generationen am deutschen Standort hergestellt und für ihre hohe Qualität geschätzt werden.

Dennoch entschied sich Carl von Hardenberg für eine Kooperation mit der Shed Distillery im beschaulichen Drumshanbo. Dadurch steckt in dem Gin neben einer großzügigen Prise deutscher Tradition auch der irische Geist und die dort verwurzelte Fachkenntnis zur Herstellung erstklassiger Spirituosen.

In Kupferkesseln werden neben den klassischen Zutaten die erlesenen Kräuter aus Göttingen bei einem sowohl langsamen als auch schonenden Verfahren destilliert. Dadurch ergeben sich der vielschichtige Charakter und die exzellente Qualität des Gins.

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Die von sanften Hügeln, Seen und Wäldern umgebene Destillerie in Drumshanbo widmet sich nicht zum ersten Mal einer ungewöhnlichen Gin-Komposition. Bei Gin-Kennern ist der irische Gunpowder Gin ein Begriff, dem die Shed Distillery mit Ingredienzien wie Kardamom, Koriander, Sternanis und grünem Tee seine Extravaganz verleiht.


Bildnachweis: Das Urheberrecht für alle Bilder liegt bei Drinksology

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