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Was tun gegen schwindendes Haar – drei Methoden gegen Haarausfall!

Haarausfall

Hast du schon die kahle Stelle auf deinem Hinterkopf entdeckt? Auf derartige Hinweise können alle Gentlemen rund um den Globus verzichten. Solange das Problem Haarausfall nicht im Spiegelbild erkannt wurde, lebt es sich friedlicher.

Wenn der Haarausfall bewusst ist, sollte er sich wenigstens der Aufmerksamkeit anderer entziehen. So oder so: Nahezu alle betroffenen Männer setzen sich mit den Ursachen auseinander und möchten den Verlust möglichst ausbremsen.

Einige Schlagwörter genügen, damit die Suchmaschine zahlreiche Tipps, Produkte und Behandlungen gegen Haarausfall serviert. Allerdings stellt sich die Frage, was wirklich wirkt.

Warum verlieren Männer Haare?

Die Logik legt nahe: Bevor ein Manko eingedämmt werden kann, muss die Ursache bekannt sein. Mitteleuropäische Männer sind zu weit mehr als 80 Prozent von den lichten Tatsachen auf dem Kopf (Haarausfall) betroffen. „Mann“ ist also nicht auf sich allein gestellt, sondern kennt viele Leidensgenossen.

Die Mehrheit der Männer trifft es erst nach einem halben Jahrhundert auf Erden. Ein Drittel der Männer beobachten den Verlust der Haare schon vor dem 30. Geburtstag. Zugegeben: Je früher, um so bitterer ist die Erkenntnis. Schließlich deutet das glatte Haupt eine gewisse Reife an.

Beginn von Hausfall bei Männern

In der Regel prägen sich zunächst die Geheimratsecken aus, bevor es andernorts zu Lücken kommt. Hinterhältige Varianten beginnen mit einer kahlen Stelle am Hinterkopf, die beim Blick in den Spiegel zunächst unentdeckt bleibt.

Bei diesen Versionen des Haarausfalls ist die Genetik mit im Spiel. Es geht um eine erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln, die sich auf einen Stoff mit dem Namen Dehydrotestosteron (DHT) bezieht. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt des männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

Die Quintessenz der sensiblen Reaktion ist eine vorschnelle Wachstumspause der Haare. So bilden sich die Haarwurzeln zurück, um zunächst einen leichten Flaum und dann gar nichts mehr zu produzieren.

Der selbstbewusste Mann erlaubt sich den nicht zulässigen, aber umso schöneren Umkehrschluss: mehr Glatze, mehr Testosteron, mehr Mann. Tatsächlich gibt es Studien (mehr dazu hier), die darauf hindeuten, dass Männer ohne Haar auf dem Haupt kompetenter und mächtiger wahrgenommen werden.

Mitunter scheint sich der Minimalismus beim Haar sogar maximierend auf den Sexappeal auszuwirken. Wer sich in diesem Moment glücklich auf die Glatze klopft, kann jede weitere Recherche zu Mitteln gegen Haarausfall einstellen.

Haarsprechstunde beim Dermatologen

In der Regel genügt ein Blick auf die Ahnentafel, um die Ursache des Haarausfalls zu ahnen. In den meisten Fällen handelt es sich um ein erblich bedingtes Problem. Dennoch sollte die Sache mit einem Mediziner abgeklärt werden.

Der Verlust von Haaren kann auch ein Symptom sein für:

  • Eine immunologische Störung
  • Extraordinäre Stress-Reaktionen des Körpers
  • Unverträglichkeit von Medikamenten
  • unentdeckte Infektionserkrankungen

So ist es durchaus möglich, dass sich gute und schlechte Nachrichten miteinander vereinen. Kreisrunder oder diffuser Haarausfall kann eine bedeutende Diagnose herbeiführen. Dementsprechend wird die Erkrankung behandelt und aus der Welt geschafft. In vielen Fällen verschwinden dann auch die lichten Stellen wieder und der Mann freut sich über seine satte Haarfülle.

Haarwuchsmittel – vorausschauendes Denken gefragt

Bei erblich bedingten Haarausfall stehen die Chancen auf Besserung schlecht. Allenfalls kann der Verlust gemildert und verzögert werden. Ein vitaler und bedachter Lebensstil kann dazu beitragen, dass die Vollglatze weniger zügig eintritt. Gesundfutter kann zwar die Gene nicht austricksen. Allerdings können Ursachen vermieden werden, die das Haar zusätzlich belasten. Ungeeignete Pflegeprodukte, aggressive Gels aus der Billig-Ecke, Nikotin und Alkohol sind gute Beispiele.

In der Zwischenzeit gibt es Präparate, die den Haarwuchs stimulieren. Zunächst rät der Facharzt zu Tinkturen, anschließend zu Tabletten. Enthalten sind nahezu immer Hormone und Wirkstoffe wie Finasterid, Minoxidil und 17-Alpha-Estradiol. Diese mischen sich eben dort ein, wo das Problem zu suchen ist.

Wer sich im Bereich der Medizin auskennt, darf daraus einen richtigen Schluss ziehen: Da es um Rezepturen geht, die sich in den Hormonhaushalt einmischen, sind die wirksamen Haarwuchsmittel verschreibungspflichtig.

Ebenso klar sollte sein, dass es bei dieser Methode nur um den Erhalt des Ist-Zustands gehen kann. Klartext: Was weg ist, ist weg. Wenn Haarwurzeln abgestorben sind, ist eine Wiederbelebung nicht möglich. Es ist wichtig, sehr frühzeitig mit den Behandlungen zu beginnen, deren Wirkung erst nach drei bis sechs Monaten sichtbar wird.

Völlig risikofrei ist die langfristige Nutzung von chemischen Präparaten nur selten. Deshalb sollte das Beratungsgespräch mit dem Dermatologen ernst genommen und die Entscheidung für Medikamente gut abgewogen werden.

Prominentes Umpflanzen: Haartransplantation

Personen des öffentlichen Lebens, wie z.B. Jürgen Klopp, Kevin Kostner, John Travolta machen es immer wieder vor. Sie nehmen eine nicht unbeachtliche Summe in die Hand und investieren in eine Haartransplantation. Wer sich die Sache nun so leicht vorstellt, wie eine Umgestaltung des Vorgartens, ist auf dem Holzweg.

Aus Bereichen, die mit einem üppigen Haarwuchs gesegnet sind, werden funktionierende Haarfollikel entnommen und in die kahlen Regionen eingefügt. Dabei handelt es sich um einen komplexen Vorgang, bei dem es auch zu Abwehrreaktionen, Infektionen und anderen Komplikationen kommen kann.

Inwieweit die Prozedur von Erfolg gekrönt ist, lässt sich nicht eindeutig voraussagen. Ein kundiger Dermatologe kann aber einen Rat geben, ob die Behandlung im konkreten Fall sinnvoll ist oder nicht. Allerdings kann es bei der Transplantation nicht bleiben. Die Setzlinge möchten wohl gehütet werden. Schließlich bleibt die vererbte Reaktion auf das DHT bestehen und kann die neue Haarpracht schnell wieder zu Fall bringen.

Wahre Wunder versprechen neuartige Laserkämme, beispielsweise von Vivicomb. Erste Studien legen eine Wirksamkeit des Equipments nahe. Ob es sich dabei um den Schlüssel zur wilden Tolle bis ins Rentenalter handelt, bleibt abzuwarten.

Am nächsten scheint der Mut zum letzten Schritt zu liegen. Wenn das Baseball-Cap die Lücken nicht mehr kaschieren kann, helfen radikale Frisuren-Trends für Männer weiter. Glatzen sind immer up to date, was für den wuscheligen Haarkranz rund ums Nichts weniger gilt.


Bildnachweis: Thinkstock / iStock / diego cervo


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