Drinks & Food

Weinanbaugebiet Mittelrhein – über Deutschlands Grenzen beliebt

Weinanbau MIttelrhein

In die Beckenlandschaft zwischen Koblenz und Neuwied brachten die Römer vor über 2000 Jahren den Weinanbau. Allerdings mieden sie damals die steilen Hänge und bauten in ebenen Weingärten an. Bis ins Hochmittelalter hinein wurden die südlichen Hänge dann Stück für Stück terrassiert.

Das heute noch bestehende Städtchen Bacharach hat von seinem Scham wenig eingebüßt und entwickelte vom einstmals wichtigsten Weinmarkt an der Verkehrsader Mittelrhein zur Touristenhochburg.

Der Weinanbau am Mittelrhein

Der Weinanbau ist seit dem sechsten Jahrhundert auch urkundlich belegt. Schriftsteller, Maler und Mitglieder aller bedeutenden europäischen Adelsgeschlechter reisten in den folgenden Jahrhunderten an den Mittelrhein und berichteten vollmundig über die Schönheit der Region und die auserlesenen Weine. In der Folge wurde die gesamte Region zu einer der am häufigsten besuchten Weinanbaugebiete in Deutschland.

Ohne eigene Experimente zu wagen kann sich jeder Besucher der Region darauf verlassen einen guten Wein vom Mittelrhein zu bekommen, wenn die Wahl auf den Besten Schoppen Mittelrhein fällt. Die jährliche Prämierung, durchgeführt von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und der Weinwerbung Mittelrhein, gibt es auch für Weinstuben.

Wer in ein Haus der besten Schoppen Mittelrhein einkehrt kann sich auf höchste Qualität von den Weinbergen der Umgebung freuen. Am oberen Mittelrhein sind die Weine in der Regel fruchtig, am unteren eher mit intensiverer Säure.

Die Rebsorten:

Das malerische Anbaugebiet Mittelrhein ist eine wahre Weißweinhochburg. Eigentlich sogar eine Rieslinghochburg. Denn rund 70 Prozent der Anbaufläche sind mit dieser für deutschen Wein so typischen Traube bepflanzt. Mengenmäßig weit dahinter rangiert der Spätburgunder mit knapp zehn Prozent.

Relativ häufig angebaut wird aber auch die rote Sorte Dornfelder und der weiße Rivaner, der synonym auch Müller-Thurgau genannt wird. Dem Riesling im Geschmack ähnlich ist der Kerner, der erst 1929 aus dem roten Trollinger und dem Riesling gezüchtet wurde.

Besonderheiten des Weinanbaugebiets

Das Anbaugebiet Mittelrhein ist eines der kleinsten in Deutschland und erstreckt sich über 120 Kilometer entlang des Rheins. Seine Ausprägung ist nahezu mit der geografischen Region Mittelrhein identisch. Der Rhein wird zwischen Bingen und Bonn von diesem traumschönen Gebiet eingebettet, sodass sich an unzähligen Stellen – häufig hoch oben herab von einer mittelalterlichen Burg – fantastische Blicke auf den Rheinstrom bieten.

Während die Anbaufläche früher deutlich größer war, ist die Bedeutung des Weinanbaus inzwischen etwas zurückgegangen. Grund hierfür ist sicherlich die zwar schöne, aber den Weinbau nicht begünstigende Lage an hohen, schroffen Schieferfelsen. Die Arbeit auf den terrassierten Weinbergen ist schwer und zeitaufwändig. Aber sie lohnt sich. Aus Mittelrhein kommen hervorragende Weine, die weit über Deutschlands Grenzen hinaus die Gaumen der Weinfreunde erfreuen.

Wichtiger Grund dafür ist die sich von den Winzern selbst auferlegte Mengenbegrenzung auf 60 Hektoliter pro Hektar Anbaufläche. Dadurch entstehen geschmacklich vorzügliche Spitzenweine. Zwar wird der Großteil des Weins von Touristen getrunken, doch die guten Tropfen vom Mittelrhein sind ebenso optimaler ein Begleiter des Geschäftsessens.

  • Größe: 460 Hektar
  • Jahresproduktion: ca. 37.000 Hektoliter

Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten

Nur der Name Loreley alleine reicht nicht aus, um die im wahrsten Sinne des Wortes sagenhafte Schönheit des Mittelrheins zu würdigen. Doch der 132 Meter hohe Schieferfelsen bei St. Goarshausen, der ebenso wie die gleichnamige Nixe manchem Rheinschiffer und auch anderen Männern das Leben kostete, ist ein Sinnbild für die Region, die seit 2002 als Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Entlang des Rheinufers erstreckt sich auf beiden Seiten zudem eine schier endlose Reihe an mal mehr mal weniger gut erhaltenen Ruinen von Burgen und Schlössern aus vielen Epochen. Ein Muss für jeden Besucher sind die Straußwirtschaften. Diese alte Tradition der Gasthäuser, die nur vier Monate im Jahr öffnen dürfen, geht auf Kaiser Karl den Großen zurück.

Heute gibt es in den vielen idyllischen Orten am Mittelrhein in jedem Weiler noch mindestens eine dieser Wirtschaften. Sie werden von Winzern betrieben, die neben eigenen Weinen selbst hergestellte Spezialitäten herstellen wie Spundekäs, Wingertsknorze, Zwiwwelkuchen oder diverse Süppchen und Eintöpfe.

Männer, die es sportlich mögen, sind dagegen auf dem 320 Kilometer langen und abwechslungsreichen Wanderweg Rheinsteig bestens aufgehoben.

Könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Kommentar schreiben