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Wie Amazon und Netflix die deutsche Fernsehlandschaft verändern

Amazon Streaming

Auf der Startseite des deutschen Riesen Amazon liest der Kunde die Worte “Der Countdown läuft”. Damit meint der Online-Gigant die Ankündigung am Streaming-Markt.

Der Versandhändler hat bereits vor geraumer Zeit angekündigt, dass er den Streaming-Markt in Deutschland ordentlich durcheinanderwirbeln werde. Der Express-Lieferservice Prime sowie das Streamingangebot von Lovefilm wird zusammengelegt.

Mit 26. Februar 2014 wird dann den Kunden die Zusammenlegung präsentiert. Kunden, die über eine Amazon Prime-Mitgliedschaft verfügen, haben ab dem 26. Februar Zugriff auf über 12.000 Filme und Serienfolgen.

Amazon steigt in das Streaming-Geschäft ein

Der Online-Versandhändler Amazon startet am 26. Februar mit einer neuen Stream-Möglichkeit für seine Kunden. Man möchte “exklusive Inhalte” anbieten und in “Eigenproduktionen” investieren. Ein Vorgeschmack wird die Investition in zwei Kindersendungen.

Derzeit liegt der Preis bei 29 Euro im Jahr. Entscheidet man sich später für das Paket, dann muss der Kunde 49 Euro im Jahr bezahlen. Das entspricht einem durchschnittlichen Preis von 4 Euro pro Monat. Wirft man ein Blick auf die Preise der derzeitigen Wettbewerber im Pay-TV, wird deutlich das Amazon’s Preis eine Kampfansage ist.

Doch Amazon muss auch günstig sein. Das Ziel des Online-Giganten ist, dass nicht nur die deutsche Konkurrenz überholt wird. Auch Netflix soll abgehängt werden. Netflix ist das englischsprachige Gegenteil von Prime und ein Garant für Streaming bzw. Video-on-demand Diensten. Netflix gilt in der Branche als Nummer 1.

“Alpha House” trifft auf “House of Cards”

Spätestens wenn der Anbieter Netflix am deutschen Markt einsteigt, wird die Fernsehbranche revolutioniert werden. Viele Experten gehen davon aus, dass das “typische Fernsehen” bald der Vergangenheit angehört. Durch die Auswahl in dem Video-on-demand Format und auch den aktuellen Filmen wie Serienfolgen in Eigenregie kann sich das Fernsehverhalten enorm verändern.

Amazon möchte sich natürlich hier nicht umgehen lassen. Mit “Alpha House” setzt der deutsche Online-Versandhändler bereits auf eine Polit-Comedy, die eine direkte Konkurrenz zu “House of Cards” sein soll. Für “Alpha House” wurde John Goodman verpflichtet; bei “House of Cards” ist Kevin Spacey zu sehen. Auch “Betas”, eine weitere Comedyserie, soll demnächst in Deutschland zu sehen sein.

Folgende Serien werden ausgestrahlt:

  • Alpha House
  • Betas
  • Gortimer Gibbon’s Life on Normal Street
  • Annebots
  • Transparent
  • The After
  • u.v.m.

Wie verhält sich die Konkurrenz?

Interessant wird auch die Preisgestaltung sein. Werden die Konkurrenten von Amazon die Preise senken, oder möchte man abwarten, wie das Angebot von Amazon einschlägt? Denn auch wenn Amazon – wie viele Experten – überzeugt vom neuen Fernseh-Format sind: Viele Kritikern erkennen nur einen kurzweiligen Trend. Ob sich die Eigenregie-Serie und Formate jedoch längerfristig halten, steht in den Sternen.


Bildnachweis: Thinkstock / Wavebreakmedia Ltd

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