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Wieder voll durchblicken: Brille, Kontaktlinsen oder Laser?

Herren - Brillen

Niemand mag es wahrhaben, doch es ist unvermeidlich: das Älterwerden. Dazu gehört auch der Verlust der Sehkraft, der so schleichend vor sich geht, dass er in den ersten Jahren kaum bemerkt wird.

Doch irgendwann ist es so weit: Eine Sehhilfe muss her. Damit steht der moderne Mann vor der Entscheidung: die gute alte Brille, diskrete Kontaktlinsen oder doch gleich eine Laserkorrektur?

Ab wann ist eine Sehhilfe erforderlich?

Ein konkretes Verfalldatum gibt es natürlich nicht, denn jeder Mensch ist anders. In der Regel beginnt der schleichende Verlust der Sehkraft ab Ende 30, Anfang 40. Das Autofahren bei Nacht fällt plötzlich schwerer, der Kollege am anderen Ende des Großraumbüros ist nicht mehr so klar erkennbar und das eigentlich gestochen scharfe Bild des UHD-Flachbildfernsehers wirkt so unscharf wie früher die gute alte Röhre.

Treten erste Zweifel an der eigenen Sehkraft auf, kann ein Online-Sehtest der erste Schritt sein. Er ersetzt natürlich nicht den Sehtest beim Augenarzt, doch er bietet Anhaltspunkte für den Zustand der eigenen Augen. Der Augenarzt wird dann einen umfangreicheren Test durchführen und bei Bedarf das Rezept für die erste Brille ausstellen.

Brille als Fashion-Accessoire oder Makel?

War die Brille früher gerne Ziel von Spott und brachte Trägern Spitznamen wie “Brillenschlange” ein, hat sich ihr Image in den letzten Jahren gewandelt. Die ersten Hipster machten die klassische Hornbrille sogar zum angesagten Mode-Accessoire für Männer und wer keine Sehhilfe brauchte, trug sie eben mit Fenstergläsern. Diese Welle ist (glücklicherweise) wieder abgeebbt, doch die Brille ist heute weitestgehend akzeptiert und Träger können aus unzähligen Modellen wählen.

Bei der Entscheidung pro oder contra Brille spielen heute eher praktische Erwägungen eine Rolle. So können Sportler heute zwar ultraleichte, gut sitzende Sportbrillen tragen, doch je nach Sportart werden sie noch immer als lästig empfunden – zum Beispiel, wenn sie beim Wassersport nass gespritzt werden oder sich auf dem Nasenrücken ein unangenehmer Schweißfilm bildet.

So mancher Mann mag seine attraktiven leuchtend blauen oder meergrünen Augen auch nicht hinter der Brille verstecken, wo sie nicht zur Geltung kommen.

Kontaktlinsen als klassische Alternative

Für Sportler und andere aktive Menschen sind Kontaktlinsen meist die bessere Wahl. Sie sind zwar in der Anschaffung kostspieliger, doch dafür sind keine Zweitgläser für den Sommer erforderlich, da die normale Sonnenbrille weiter getragen werden kann. Am Anfang erfordert das Einsetzen und Herausnehmen der Kontaktlinsen ein wenig Übung, doch dann sind sie wunderbare Begleiter am Arbeitsplatz, in der Freizeit und im Urlaub.

Die Laserbehandlung der Augen

Wer sich so gar nicht mit dem Gedanken an Sehhilfen anfreunden kann, sollte eine Laser-OP in Erwägung ziehen. Dabei wird die Fehlsichtigkeit mit Hilfe eines hauchdünnen Lasers direkt am Auge korrigiert. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und erfolgt fast immer ambulant in spezialisierten Augenkliniken.

Allerdings gibt es einen Haken: Die Sehkraft wird auch in Zukunft weiter nachlassen, so dass die Effekte der Laser-OP nach einigen Jahren wieder verschwunden sind. Mit Brillen und Kontaktlinsen ist es einfacher, die weiter nachlassende Sehkraft immer wieder mit neuen Gläsern bzw. Linsen auszugleichen.

Wer zahlt was?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen heute nur noch bei bestimmten Voraussetzungen:

  • bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren
  • ab 6 Dioptrien Kurz- oder Weitsichtigkeit
  • ab 4 Dioptrien bei Hornhautverkrümmung
  • bei schweren Sehbehinderungen

Dies gilt für Brillen ebenso wie für Kontaktlinsen. Bei den privaten Krankenversicherungen gelten je nach Versicherung und Tarif unterschiedliche Regelungen. Es lohnt sich, bei der eigenen Krankenversicherung nachzufragen. Laser-OPs gelten noch immer als kosmetische Lifestyle-Eingriffe und werden von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen.

Bei den Privaten gibt es erste Ausnahmen, bei denen die OP im Leistungsumfang eingeschlossen ist. Auch hier lohnt es sich nachzufragen. Wird der Eingriff selbst bezahlt, ist ein tiefer Griff in die Tasche notwendig: Die Preise fangen bei etwa 1.000 Euro an – pro Auge, versteht sich.


Bildnachweis: GettyImages – SanneBerg


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