Uhren

Zenith Uhren – Unvergleichbare Präzision

no-image

Schon zu Beginn des frühen 18. Jahrhunderts begann für das schweizerische Bauerndorf Le Locle im Kanton Neuenburg eine wundersame Zeitenwende. Mit der Verbreitung der Taschenuhr begann die Industrie der Landwirtschaft allmählich Konkurrenz zu machen. Bis Georges Favre-Jacot 1865 im Alter von gerade einmal 22 Jahren seine Fabrique des Billodes eröffnete dauerte es, doch spätestens mit diesem Schritt war Le Locle endgültig zur Wiege der Schweizer Uhrmacherkunst geworden. Ein Titel, den die kleine Stadt bis heute hält.

Zenith Uhren

Favre-Jacot stellte zuerst Präzisionstaschenuhren her, die er mit seinem Namensschriftzug versah. Schnell bewies er jedoch nicht nur großes handwerkliches Geschick, sondern auch kaufmännische Weitsicht. Auf seine Initiative wurden erstmals alle Gewerke der Uhrmacherkunst unter einem Dach vereint. Die erste echte Manufaktur war gegründet. 1899 veröffentlichte Favre-Jacot den ersten Taschenuhr-Chronographen. Während er ein neues Uhrwerk entwarf kam ihm eines Abends der Gedanke, dass dieses so perfekt arbeitet, wie die Himmelsmechanik.

Kurzerhand taufte er seine Firma in Zenith, den höchsten Punkt des Universums, um und wählte als Logo einen fünfzackigen Stern. Mit der Neufirmierung 1911 gewann Zenith auch ein neues Betätigungsfeld. Fortan wurden Bordinstrumente für private und militärische Auftraggeber hergestellt. 1948 schließlich stellte Zenith das Kaliber 135 vor, für das das Unternehmen insgesamt 235 Preise gewann. Die Sternstunde sollte aber erst noch kommen. 1969 gewann Zenith einen technischen Wettlauf mit der gesamten Konkurrenz und stellte als erstes ein automatisches Chronographenwerk vor. Knapp drei Monate ehe der Mitbewerber fertig wurde.

Das El Primero ist bis heute eines der bekanntesten Uhrwerke der Welt und noch immer eines der präzisesten. Überhaupt ist Präzision das Herausstellungsmerkmal des Hauses Zenith. Schon 1929 kürte das astronomische Observatorium England Zenith als Sieger eines Wettbewerbs an dem rund 20.000 Uhren teilnahmen. Die Siegeruhr überzeugte mit einer Tagesabweichung von nur 0,6 Sekunden. Heute gehört Zenith zum Schweizer Luxusgüterkonzern LVMH. Zuvor hatten wechselnde Unternehmen, auch aus den USA, die Aktienmehrheit gehalten.

Zenith Kollektionen: Uhren, die zum Lächeln anregen

Mit einer gewagten, aber charmanten Spielerei erregte Zenith mit der Lancierung der Open-Reihe zur Kollektion El Primero Aufsehen. Das Ziffernblatt enthält eine Aussparung, mit der die Gangreserve beobachtet werden kann. Dieses Fenster im Glas lässt die Uhr aussehen, als würde sie lächeln. Dabei ist Zenith seit fast 150 Jahren bekannt für innovative Ideen, die die Konkurrenz nicht selten imitiert. So verblüffte 1994 das ultraflache Automatikwerk Elite die Fachwelt. Doch damit war noch lange nicht der Zenit überschritten.

Zahlreiche weitere Innovationen brachte Zenith seitdem heraus: Fünf Herrenkollektionen mit zahlreichen unterschiedlichen Modellen und Sonder-Editionen sind aktuell verfügbar. Um eine einzelne Uhr zu fertigen vergehen oft mehrere Monate. Bis zu 2500 Einzelschritte, professionell durchgeführt von 300 unterschiedlichen Handpaaren, sind nötig. Einige Dutzend Gewerke müssen dafür Hand in Hand zusammen arbeiten. Deswegen gilt Zenith heute als eine der wenigen noch bestehenden echten Manufakturen.

Academy: Zur Kollektion Academy gehören vier Serien. Alle Uhren dieser Kollektion verfügen über ein 46 Millimeter großes Gehäuse. Zu Ehren des Entdeckers des amerikanischen Kontinents gibt es zwei Modelle Christophe Colomb Hurricane, die voll mit feinster und neuester Technik sind. 2011 erhielt Zenith beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève den Preis für sein Gravity-Control-System, das allerdings erst nach weiterer zweijähriger Arbeit so perfektioniert werden konnte, dass es in das Gehäuse einer Armbanduhr passt. Beide Hurricane-Modelle sind auf 25 Stück limitiert. Auch für die Christophe Colomb Equation du Temps gab es den Preis für die beste komplizierte Uhr. Das Modell mit der Zeitgleichung im Namen misst die Differenz zwischen der wahren und der gemittelten Sonnenzeit. Zwei Modelle mit je 75 Stück wurden aufgelegt. Nicht minder aufregend sind die vier Modelle des Chronographen Christophe Colomb mit Tourbillon. Ebenfalls auf 25 Exemplare limitiert ist die Répétition Minutes mit Minutenrepetition.

El Primero: Eines der bekanntesten Uhrwerke der Welt, das El Primero, schlägt in vielen Uhren der Marke Zenith – auch in anderen Kollektionen. Seit den 1990er Jahren entwickelt Zenith aber auch eine Uhrenserie mit gleichem Namen stetig weiter. Die zwei Modelle des Chronomaster 1969, beide mit 42 Millimeter großem Gehäuse, erinnern an die Geburtsstunde des namensgebenden Uhrwerks. Zusätzlich gibt es eine Boutique-Edition. Vier Millimeter größer ist die Chronomaster Bullit, deren Gehäuse aus keramisiertem Aluminium besteht. Alle Modelle der Kollektion, zu der noch die Chronomaster Power Reserve, Striking 10TH, Rattrapante, 36‘000 VPH, Original 1969, Espada und Espada Graduation, Stratos Flyback, Perpetual Calendar, Tourbillon, sowie die Chronomaster Grand Date gehören, besitzen ein Tachymeter zum Einschätzen von Schnelligkeit und Abläufen auf einer bekannten Wegstrecke.

Pilot: In extragroßer Ausführung in 57,5 Millimeter Größe, eine Spur kleiner oder als Miniaturausgabe mit 40 Millimeter ist dieser Flieger-Chronograph erhältlich. Ausgestattet mit dem Taschenuhrkaliber Zenith 5011K mit Handaufzug ist diese Luxusuhr nicht nur präzise und zuverlässig. Die Ziffern leuchten Dank Superluminowamasse im Dunkeln. Ihr Ziffernblatt ist auch in Extremsituationen hervorragend ablesbar. Zudem verfügt sie über GMT- und Gangreserveanzeigen. Auch zur Pilot-Kollektion gehören mehrere frühere Modelle.

Captain: An die Tradition der Herstellung von Bordinstrumenten erinnert nicht nur die Kollektion Pilot, sondern auch die Captain. Die Reihe ihrer verschiedenen Modelle ist lang. Bei allen Modellen verrät der Name, welche Komplikation sich in dem Modell verbirgt: Windsor Annual Calendar, Chronograph, Moonphase, Power Reserve, Dual Time, Central Second, Tourbillon. Es gibt sie mit 40er- und 42er-Gehäuse.

Heritage: Die Modelle der Heritage Kollektion heißen Port Royal, New Vintage 1965, Zenith Star Moonphase, Zenith Star Open und Ultrathin. Mit den extra dünnen Modellen beweist Zenith einmal mehr, dass eine fast 150-jährige Uhrmachertradition noch immer für Überraschungen gut ist.

Zenith – Zulieferer für die Besten

Zenith liefert heute Uhrwerke aus seinen Manufakturen auch an andere Hersteller von hochwertigen Luxusuhren. Eine entscheidende Rolle kommt dabei nach wie vor der El Primero zu. Dabei wäre dieses Uhrwerk in den 1970er Jahren fast verloren gegangen. Der damalige Mehrheitseigner hatte das Interesse an mechanischen Werken verloren und ordneten die Vernichtung sämtlicher Modelle und Konstruktionsskizzen an. Nur dem Leiter des Chronographen-Ateliers, der heimlich alles bei Seite schaffte, ist es zu verdanken, dass es das Präzisionswerk, das noch immer besser und zuverlässiger arbeitet, als die meisten anderen Uhrwerke, heute noch gibt.

Seitdem hat das Unternehmen einen Aufschwung erfahren. Ein dichtes, weltweites Händlernetz deckt den Bedarf von Uhrenliebhaber ab. Alleine in Deutschland gibt es fast 50 offizielle Händler. In Europa sind es mehrere Hundert.

Könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Kommentar schreiben