Fés in Marokko
Bildnachweis: iStock / mariusz_prusaczyk – Fés in Marokko

Destination: Fès in Marokko – urbanes Eldorado für Lebenskünstler

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Das Schmuddelwetter schlägt aufs Gemüt. Ständig steht der Personalchef mit mahnendem Zeigefinger im Büro: Der Resturlaub verfällt, wenn man ihn bis zum 31. März nicht nutzt. Beides zusammen spricht für einen spontanen Tapetenwechsel, der die Stimmung gehörig aufhellt.

Eine marokkanische Perle ist dafür wie geschaffen: Fès.

Spektakuläres Fest für die Sinne

Wie ein gigantisches Freilichtmuseum wirkt die Medina. Das quirlige Treiben verdeutlicht aber, dass man sich inmitten der gelebten Gegenwart befindet. Über 1.200 Jahre hinweg hat die Altstadt von Fès ihren originären Spirit bewahrt. Seit 1981 zählt sie zum Unesco-Weltkulturerbe. Denn in ihren 9.400 Gässchen offenbart sich, was orientalische Lebenskunst bedeutet.

Temperaturen weit über 40 Grad relativieren im Sommer das Vergnügen. Zwischen Februar und April ist die beste Reisezeit und empfängt die marokkanische Metropole ihre Besucher mit einem milden Klima. Regen ist eine Ausnahmeerscheinung. Die Sonne sorgt für angenehme Tagestemperaturen um die 20 Grad.

Das ist nicht nur ein traumhaftes Kontrastprogramm zum nasskalten Wetter in Deutschland. Ideal sind die Bedingungen für ein Stadtabenteuer mit 1000-und-eine-Nacht-Feeling.

Sightseeing, das zum Kaufrausch verführt

Historische Baukunst, lebhafte Atmosphäre, aufregende Gerüche und unbekannte Geräusche: Der Bummel durch die Souks von Fès ist ein ganzheitliches Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. Ungestört kann man sich darauf einlassen.

Die Passagen in der Altstadt sind oftmals nur fünfzig Zentimeter breit. Autos und Zweiräder bleiben deshalb außen vor. So sehenswert wie die Medina ist die mittelalterliche Neustadt mit dem Königspalast und jüdischen Viertel. Überraschend modern präsentiert sich die Ville Novelle mit schicken Shopping-Meilen.

Die Königsstadt Fès ist seit Gedenken ein lebendiges Handelszentrum. Bis heute pflegt man die traditionellen Handwerkskünste. Beim Flanieren durch die Souks für Kosmetikartikel weckt handgeschöpfte Seife das Interesse. Ein paar Schritte weiter entdeckt man zauberhaft bestickte Wohnaccessoires aus Seide.

Gleich darauf erobern Schmiedearbeiten aus Kupfer das Herz. Begehrenswertes aus Leder erwartet den Stadtbesucher im Gerberviertel. Unwiderstehlich sind die hochwertigen Modekollektionen in den Boutiquen der modernen Stadtteile. Wer mit leeren Koffern anreist, landet auf der Gewinnerseite.

Städtereise mit kulinarischen und regenerierenden Offenbarungen

Fès steckt voller Sehenswürdigkeiten. Wer aufmerksam durch die marokkanische Metropole streift, stolpert automatisch über die historischen Highlights. Eine organisierte Stadtführung empfiehlt sich nur, wenn man auf fachkundige Erläuterungen wert legt. Fans der Orient-Metropole legen eine Tour rund um die Stadtmauer ans Herz.

Ideal ist dafür das Grand-Taxi, das man zum moderaten Preis für einen ganzen Tag mieten kann. Gleiches gilt, wenn man die attraktiven Ausflugsziele jenseits der City ansteuern möchte.

Für Genießer ist Fès ein Paradies. Geschmacksexplosionen am laufenden Band bescheren die arabisch-andalusische Spezialitäten. Seit Generationen reichen Frauen die Geheimnisse der Fassi-Küche weiter. Sie begeistert mit dem versierten Kombinieren von gegensätzlichen Aromen wie Süß und Sauer.

Traditionelle Gerichte wie eine Tajine zählen zum kulinarischen Pflichtprogramm. Einen Versuch wert sind die mutigen Crossover-Kreationen wie ein Hamburger mit Kamelfleisch, die trendige Restaurants anbieten.

Eine Reise nach Marokko ohne Hamam-Besuch wäre unvollständig. Jenseits des Klassikers ergeben sich reichlich weitere Gelegenheiten für entspannende Wellnesserlebnisse. Die meisten Hotels begeistern mit umfangreichen Spa-Angeboten.

Eine kurze Autofahrt genügt, um den Körper in traditionsreichen Thermen zu verwöhnen. Seit dem 17. Jahrhundert schätzt man die heilende Wirkung der Thermalquelle von Sidi Harazem. Durch den hohen Schwefelanteil wird das Wasser im Thermalbad Moulay Yacoub zum Lebenselixier.

Bezaubernde Hotels und praktische Direktflüge

Prunkvolle Details vereinen sich mit gehobener Gemütlichkeit in den historischen Palästen. Einige architektonische Juwelen verwandelte man in Schmuckstücke der Hotellerie. Ihr entzückendes Flair setzt dem Städtetrip das i-Tüpfelchen auf. Ein exzellenter Ruf eilt dem exklusiven Riad Fès voraus.

Gleiches gilt für das charismatische Riad Laaroussa und modern akzentuierte Riad Anata. Mit der gelungenen Melange aus Stadtnähe und wohltuender Ruhe punktet das Luxushotel Sahrai.

Fantastisches Klima, unvergessliche Kultureindrücke, facettenreiche Genussmomente und ergiebige Shoppingtouren: Bei dem Mix löst sich der Winterblues umgehend in Luft auf. Wer den Reisetipp in die Tat umsetzen möchte, lenkt bei der Flugbuchung die Aufmerksamkeit auf die kleinen Airports in Deutschland. Memmingen, Frankfurt-Hahn und Düsseldorf-Weeze bieten Direktflüge nach Fès an.

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